„Wenn es zu Neuwahlen kommt, ist ein Comeback von Sebastian Kurz nicht auszuschließen“, sagte der ÖVP-nahe Politikberater Wolfgang Rosam im Gespräch mit dem Kurier. Er glaube, dass Kurz die „Lust an der Politik, an der Macht, an dem Spiel mit der Politik, am Gestalten nicht verloren hat“.
Rosam nimmt an, dass Kurz mit einer eigenen „Liste Kurz“ zurückkehren könnte. Er werde dann wohl „15 Prozent der Stimme“ erlangen und nicht mehr 35 Prozent wie einst mit der ÖVP. „Mit 15 Prozent ist er aber schon mit im Spiel, wenn er in Koalitionen will“, sagt Rosam.
Kurz positionierte sich erst kürzlich in einem Interview als großer Gegenspieler für die FPÖ: Angesichts des umstrittenen CDU-Migrationsantrags in Deutschland hatte er sich für ein Erstarken der Konservativen ausgesprochen und sich selbst als Beispiel genommen. „Ich habe zwei Wahlen in Österreich geschlagen und beide gewonnen“, sagte der Ex-Kanzler.
Allerdings gibt es noch ein Problem mit der Justiz, meint auch Rosam: In noch laufenden Justizverfahren wird Kurz als Beschuldigter geführt. „Die müssen erst abgewickelt werden“, meinte Rosam. Oder aber: Kurz kommt noch vor einer Anklage in einem der noch sicher Monate andauernden Ermittlungsverfahren in die Innenpolitik zurück – und nützt seine Immunität als möglicher Kanzler oder Vizekanzler.
Für einen kostenintensiven Mega-Wahlkampf des Teams Kurz sollte jedenfalls schon genug Geld vorhanden sein.
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