Die Regierung unter Christian Stocker hat sich ein Spargelübde auferlegt. Doch wie sparsam ist „Sparen“ wirklich, wenn eine Klausur im eigenen Haus fast 50.000 Euro kostet? Die Antwort darauf sorgt für hitzige Diskussionen.
Sparen im Kanzleramt – aber zu welchem Preis?
Keine idyllischen Thermen-Hotels, keine Schützenkompanien und keine Höflichkeitsschnapserl – die Regierung hat ihre Klausuren ins Bundeskanzleramt verlegt, um Kosten zu sparen. Doch wie oe24 berichtet, beliefen sich die Ausgaben für die zweitägige Arbeitsklausur am 8. und 9. April auf satte 49.763,09 Euro. Und das, obwohl weder Raummieten noch zusätzliches Personal nötig waren.
FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz zeigte sich empört: „Es ist wirklich nicht mehr zu fassen. Für eine Klausur, die angeblich aus Sparsamkeitsgründen im Kanzleramt abgehalten wurde, mussten die Steuerzahler fast 50.000 Euro blechen. Das ist wirklich nicht mehr normal.“
Was kostet so viel?
Laut Kanzleramt setzen sich die Kosten aus Ausgaben für Sicherheits- und Ambulanzdienste, Ordnungsdienste, Brandschutz und Verpflegung zusammen. Doch das ist nicht alles: Bereits drei Wochen vor der April-Klausur fand ein weiteres Treffen im Kanzleramt statt, das mit 17.936,71 Euro zu Buche schlug. Die jüngste Klausur Anfang September soll laut Regierung „nur“ rund 30.000 Euro gekostet haben.
Kritik an weiteren Ausgaben
Die Kritik an den Ausgaben der Regierung reißt nicht ab. Neben den Klausurkosten wurden auch 40.000 Euro für neue Konferenztische und Stühle ausgegeben. Zudem kostete die Produktion von 1.000 Exemplaren des Regierungsprogramms 8.787 Euro. Für Schnedlitz ein klares Zeichen, dass „Sparen im System“ nur ein leeres Versprechen sei.
Quelle: oe24.at
Credits: APA
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