Die österreichische Bundesregierung hat angekündigt, bis 2030 rund 2.600 Stellen im öffentlichen Dienst nicht nachzubesetzen. Diese Maßnahme soll vor allem durch natürliche Abgänge wie Pensionierungen umgesetzt werden. Ziel ist es, die Verwaltung zu verschlanken und Einsparungen in Höhe von 540 Millionen Euro zu erzielen. Ein Teil der eingesparten Mittel soll in die Digitalisierung investiert werden.
Einsparungen und Digitalisierung
Laut dem Staatssekretariat von Alexander Pröll (ÖVP) sollen bis 2030 insgesamt 108 Millionen Euro in die Digitalisierung fließen. Dies entspricht etwa 20 Prozent des Einsparungsvolumens. „Damit wird ein deutlicher Schritt zu einer zukunftsfitten Verwaltung erreicht“, erklärte das Staatssekretariat gegenüber der APA.
Die Regierung sieht in der Digitalisierung eine Möglichkeit, die Effizienz der Verwaltung zu steigern und gleichzeitig Kosten zu senken. Staatssekretärin Michaela Schmid (SPÖ) und NEOS-Klubobmann Yannick Shetty haben sich ebenfalls zu den Plänen bekannt, wie oe24.at berichtet.
Umsetzung in mehreren Schritten
Bis Juni 2026 soll eine Bestandsaufnahme der aktuellen Besetzungsverfahren erstellt werden. Anschließend sollen unabhängige Expertinnen und Experten sowie Arbeitnehmervertretungen Vorschläge erarbeiten, wie die Maßnahmen des Regierungsprogramms konkret umgesetzt werden können. Ziel ist es, die Effizienz der Verwaltung zu steigern, ohne die Qualität der öffentlichen Dienstleistungen zu beeinträchtigen. Diese Schritte wurden ebenfalls vom Staatssekretariat bestätigt (Quelle: oe24.at).
Kritik und offene Fragen
Die geplanten Maßnahmen stoßen jedoch nicht nur auf Zustimmung. Kritiker befürchten, dass der Stellenabbau zu einer Überlastung der verbleibenden Mitarbeiter führen könnte. Auch die Frage, ob die Digitalisierung die wegfallenden Stellen vollständig kompensieren kann, bleibt offen. Gewerkschaften und Oppositionsparteien warnen vor möglichen negativen Auswirkungen auf die Qualität der öffentlichen Verwaltung. „Das ist ein Kahlschlag, der die öffentliche Verwaltung nachhaltig schwächen wird“, äußerte sich ein Vertreter der Dienstnehmervertretung kritisch (Quelle: oe24.at).
Credits: APA
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