Die österreichische Regierung hat sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Ab Februar 2026 sollen bundesweit einheitliche und verbindliche Qualitätskriterien für die 24-Stunden-Pflege gelten. Gesundheits- und Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ) will damit die Betreuung von Pflegebedürftigen revolutionieren. Doch was steckt hinter diesem Vorhaben?
Qualität statt Chaos: Schumann greift durch!
„Die Qualität in der Personenbetreuung ist ein zentraler Baustein einer guten Pflegeversorgung in Österreich“, betonte Schumann in einer Stellungnahme. Wie die „Krone“ berichtet, sollen Vermittlungsagenturen künftig strenger kontrolliert werden. Neben klaren Standards für die Agenturen stehen auch Deutschkenntnisse der Betreuungskräfte und die Prüfung von Selbstständigen aus Drittstaaten auf der Agenda.
Die Ministerin hat das Thema bereits in der Pflegeentwicklungskommission angesprochen, wie „orf.at“ berichtet. Diese Kommission, die Vertreter von Bund, Ländern und Gemeinden vereint, soll die Reformen auf den Weg bringen. „Diese wichtigen Schritte wollen wir jedenfalls in dieser Legislaturperiode realisieren“, so Schumann entschlossen.
Förderungen: Einkommensgrenzen sollen steigen
Ein weiterer Knackpunkt: Die Einkommensgrenzen für Förderungen. Derzeit liegt die Grenze bei 2.500 Euro netto pro Monat, wie „Die Presse“ berichtet. Für viele Familien ist das ein Problem, da diese Grenze seit 2008 nicht angepasst wurde. Schumann plant, diese Hürde zu erhöhen, um mehr Menschen den Zugang zu Förderungen zu ermöglichen.
Kritik und Forderungen: „Mehr Transparenz nötig!“
Doch nicht alle sind zufrieden. Der Verein „ChronischKrank“ und die Vermittlungsagentur Bestcare24 fordern laut „meinbezirk.at“ mehr Transparenz bei den Preisgestaltungen und eine strengere Kontrolle der freiwilligen Qualitätszertifikate wie „ÖQZ-24“. Auch die Perspektive der Betreuungskräfte müsse stärker berücksichtigt werden, so Yvonne Heuber von vidaflex.
Quellen: oe24.at, orf.at, Die Presse, Krone, meinbezirk.at.
Credits: APA
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