Paukenschlag in der österreichischen Politik: Die Koalition hat sich nach zähem Ringen auf die Pensionsanpassung für das Jahr 2026 geeinigt. Doch was als Kompromiss verkauft wird, sorgt bei den Seniorenvertretern für helle Empörung. Sie fühlen sich von der Regierung im Stich gelassen und sprechen von fehlender Wertschätzung.
So viel mehr Geld gibt es für Pensionisten
Der Deal, der nun auf dem Tisch liegt, sieht eine soziale Staffelung vor. Wie mehrere Medien berichten, sollen Pensionen bis zu 2.500 Euro eine Erhöhung um die volle Inflationsrate von 2,7 Prozent erhalten. Wer jedoch mehr als diese Summe bezieht, muss sich mit einem fixen Betrag begnügen. Das bedeutet: Je höher die Pension, desto geringer fällt die prozentuale Steigerung aus. Mit diesem Modell nähert sich die Regierung dem von Kanzler Christian Stocker (ÖVP) angestrebten Zielwert von rund zwei Prozent an.
Seniorenvertreter laufen Sturm: „Wertschätzung fehlt“
Schon im Vorfeld der Entscheidung machten die Seniorenvertreter ihrem Ärger Luft. Für sie war klar: Zumindest für die kleinen Pensionen muss die volle Teuerung abgegolten werden. „Die 2,7 Prozent für die Kleinen sind außer Frage zu stellen“, betonte Seniorenbund-Obfrau Ingrid Korosec (ÖVP) unmissverständlich. Ihre Kollegin vom Pensionistenverband, Birgit Gerstorfer (SPÖ), wollte „das Schlimmste“ verhindern – eine Anpassung unter der Teuerungsrate für alle.
Doch die Enttäuschung sitzt tief. Korosec kritisierte, dass eine soziale Staffelung nicht zur Regel werden dürfe. Sie argumentierte, dass gerade Senioren durch stark gestiegene Kosten für Lebensmittel und Gesundheit besonders von der Teuerung betroffen seien. Zudem hätten die Pensionisten bereits durch höhere Krankenversicherungsbeiträge ihren Beitrag zur Budgetsanierung geleistet. „Die Wertschätzung fehlt uns schon ein wenig“, formulierte Korosec den Frust der älteren Generation.
Der Unmut gipfelte in einer klaren Ansage: Die Seniorenvertreter betonten in einer Aussendung, dass keine Einigung erzielt werden konnte. Sie werden an der Pressekonferenz der Koalition zur Präsentation des Ergebnisses nicht teilnehmen – ein deutliches Zeichen des Protests.
Quelle: oe24.at
Credits: APA
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