Der Raketen-Hagel auf Israel zeigt sehr gut, wie absurd die teure Beschaffung eines Raketenschirms für Österreich ist: So kommen zahlreiche iranische Raketen selbst durch den „Iron Dome“, dessen Bedienungsteams absolute Profis sind. Und die Kosten für die verwendeten israelischen High-Tech-Abwehrraketen liegen bei 200 Millionen Euro pro Tag. Österreichs gesamtes Verteidigungsbudget wäre in nur 20 Tagen verpulvert.
Trotz schärfster Zensur der Israelis kommen immer wieder Bilder auf die Social-Media-Plattformen, die Einschläge der iranischen Raketen in Tel Aviv oder Haifa zeigen. Der bisher von vielen Militärexperten gelobte „Iron Dome“ – also der israelische Raketenabwehrschirm – kommt an seine Grenzen, vor allem die neueste Generation an iranischen Raketen dürften im Anflug kaum zu erfassen und zu zerstören sein.
Was heißt das für Österreich und seine Bundesregierung, die wiederholt einen Raketen-Schutzschirm um vier bis sechs Milliarden Euro (die genauen Kosten wurden noch immer nicht verraten) trotz höchster Staatsschulden finanzieren will? Das österreichische Bundesheer müsste derart viele Abwehrraketen in seinen Lagern haben, dass es einen länger dauernden Angriff abwehren kann – sonst würde das gesamte Beschaffungsprojekt null Sinn machen. Israel verfeuert aktuell Raketen im Wert von bis zu 200 Millionen Euro pro Tag.
So kostet eine einzige „Arrow-3“-Rakete, die eine Langstreckenrakete abfangen kann, vier Millionen Euro. Die in den „Patriot“-Abwehrsystemen verwendeten Raketen kosten:
| PAC-2 GEM-T | 2,5–3,5 Mio. USD | Standard-Rakete gegen Flugzeuge |
| PAC-3 CRI | 4–5 Mio. USD | Kleiner, aber präziser – gegen Raketen |
| PAC-3 MSE (neueste) | 7–10 Mio. USD | Erweiterte Reichweite, modernste Technologie |
Sollte das kleine, von Nato-Staaten und der Schweiz umgebene Österreich tatsächlich irgendwann einem Raketenhagel wie Israel ausgesetzt sein, so wäre das GESAMTE Verteidigungsbudget für ein Jahr in nur 20 Tagen durch den Einsatz des Raketenabwehrsystems Sky Shield verbraucht – also etwa 4 Milliarden Euro. Kein einziger Soldat, kein Treibstoff für die Eurofighter, ja nicht einmal der Strom für die Radarüberwachung wären sonst noch vom Heer zu finanzieren.
Die meisten Österreicher werden dazu sagen: „Das wird ja ohnehin nie der Fall sein, weil uns niemand mit einem Raketenhagel angreifen wird.“ Das ist natürlich richtig – aber warum will dann die ÖVP-SPÖ-NEOS-Regierung vier bis sechs Milliarden für einen potemkinschen Raketen-Abwehrschirm verschleudern, dessen Vollbetrieb im (äußerst unwahrscheinlichen) Ernstfall nie finanzierbar wäre?
Credit: APA
Neueste Kommentare