In Russland wächst die Nervosität, denn ukrainische Drohnen dringen immer tiefer in russisches Territorium vor. Der Krieg erreicht eine neue Dimension, da Berichte von unbemannten Fluggeräten sprechen, die das Uralgebirge überflogen haben. Damit trifft die Ukraine Russland nun nicht mehr nur an der Front, sondern auch im vermeintlich sicheren Hinterland.
Eine Geburtstagsüberraschung für Putin
Der Zeitpunkt hätte kaum symbolischer sein können. Wie oe24.at berichtet, musste sich Wladimir Putin ausgerechnet an seinem Geburtstag mit Berichten über neue Drohnenangriffe auseinandersetzen und reagierte sichtlich gereizt. In Kreml-nahen Medien zeigte er sich wütend und beschwerte sich über die „Panikmache“, die in sozialen Netzwerken und bei regionalen Behörden umgehe.
Putin schimpfte, man dürfe sich „nicht von der westlichen Propaganda verrückt machen lassen“. Doch die zunehmende Zahl der Angriffe spricht eine andere Sprache. Laut russischen Telegram-Kanälen wurden in den vergangenen Wochen mehrere Energieanlagen und Militärstandorte tief im Landesinneren attackiert. Die ukrainischen Drohnen sollen dabei Hunderte von Kilometern geflogen sein, teilweise bis an die Grenze zu Asien.
Ein Schock für das russische Volk
Für die russische Bevölkerung ist das ein Schock. Was lange als entferntes Kriegsgeschehen galt, rückt nun bedrohlich nah. In sozialen Netzwerken kursieren Videos, die Explosionen und brennende Gebäude in Regionen zeigen, die bisher als unangreifbar galten.
Militärexperten sehen in diesen Angriffen eine gezielte Strategie Kiews. Durch Schläge auf die russische Infrastruktur will die Ukraine Druck auf Putins Kriegsmaschinerie ausüben und gleichzeitig zeigen, dass kein Ort in Russland mehr völlig sicher ist.
Wachsender Unmut
In Moskau bemühen sich Offizielle, die Lage herunterzuspielen. Man spricht von „abgewehrten Angriffen“ und „neutralisierten Drohnen“. Doch Putins wütender Ton deutet darauf hin, dass die Einschläge tiefer gehen – politisch wie psychologisch. Der Präsident fürchtet offenbar, dass der Krieg im eigenen Land ankommt und das Bild der Unverwundbarkeit Russlands zerbricht.
Während die Ukraine die Angriffe nicht offiziell kommentiert, wächst in Russland der Unmut. Selbst in regierungsnahen Medien werden Fragen laut, warum die vielgepriesene Luftabwehr versagt und wie es ukrainischen Drohnen gelingt, Tausende von Kilometern ins Landesinnere zu fliegen.
Quelle: oe24.at
Credits: APA
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