Die Kassen klingeln, die Preise steigen und die schwarz-rot-pinke Regierung greift nun zu einer drastischen Maßnahme: Sie schickt die Preis-Polizei in die heimischen Supermärkte! Geplant ist eine totale Überwachung der Gewinnspannen, die aktuell die gesamte Lebensmittelindustrie in helle Aufregung versetzt. Wer verdient wirklich an unserer Milch, unserem Brot und unserem Käse?
Der gläserne Supermarkt kommt
Die Regierung macht Ernst im Kampf gegen die Teuerung. Wie die Wiener Börse berichtet, sollen Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette schon bald ihre streng geheimen Margen offenlegen. Diese sensiblen Daten fließen dann über eine digitale Schnittstelle direkt an die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB). Ab Juli sinkt zudem die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel, und der Staat will mit eisernem Griff sicherstellen, dass diese Senkung auch wirklich beim Konsumenten ankommt.
Wie Der Standard berichtet, soll sogar eine eigene Preiskommission eingesetzt werden. Diese soll die Gewinne vertraulich prüfen und bei ungerechtfertigter Preispolitik gnadenlos abstrafen. Für die Bosse der Lebensmittelindustrie ist das ein absoluter Albtraum.
Industrie schlägt Alarm: „Absurd!“
In der Branche herrscht blankes Entsetzen. Stephan Büttner, Obmann des WKÖ-Fachverbands und Agrana-Chef, bezeichnet die Pläne als völlig absurd. Er warnt vor einem beispiellosen Eingriff in die freie Marktwirtschaft. Auch Katharina Koßdorff, Geschäftsführerin des Fachverbands, schlägt Alarm. Sie fürchtet, dass der Staat bald diktiert, was ein Landwirt oder Produzent überhaupt noch verdienen darf.
Dabei sind Lebensmittel laut einer Presseaussendung der WKO gar nicht der große Inflationstreiber. Die Ausgaben für Ernährung sind im Vergleich zu 2019 sogar leicht gesunken und machen nur 11,6 Prozent der Haushaltsausgaben aus. Die wahren Preistreiber sind Wohnen und Energie.
Krieg und Krisen treiben die Kosten in die Höhe
Die echte Gefahr für unsere Geldbörsen lauert derzeit woanders. Der eskalierende Konflikt im Nahen Osten treibt die Transportkosten in schwindelerregende Höhen. Wie oe24.at berichtet, haben sich die Kosten für Frachtcontainer zuletzt fast verdoppelt und liegen nun bei bis zu 9.000 Euro.
Die geopolitische Lage spitzt sich weiter dramatisch zu. Die Sorge vor explodierenden Energiepreisen ist riesig, besonders da Präsident Trump laut oe24.at Vorbereitungen trifft, Bodentruppen in den Iran zu schicken. Solche globalen Eskalationen blockieren Transportwege und treiben die Produktionskosten unweigerlich nach oben. Für die Industrie und die Konsumenten bedeutet das am Ende nur eines: Der nächste Preisschock an der Kassa ist wohl kaum noch abzuwenden.
Die Regierung will mit ihrer neuen Preis-Polizei zwar Stärke zeigen, doch ob das die wahren Probleme der explodierenden Kosten löst, bleibt mehr als fraglich.
Quellen: oe24.at, Wiener Börse, Der Standard, WKO
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