Am Donnerstag wird es ernst für ÖVP-Klubchef August Wöginger. Im brisanten Postenschacher-Prozess muss er sich gemeinsam mit zwei Finanzbeamten vor Gericht verantworten. Der Vorwurf: Amtsmissbrauch. Die Details des Falls lesen sich wie ein Polit-Krimi.
Die Vorwürfe: Intervention für Parteifreund
Laut den Ermittlungen soll Wöginger im Jahr 2017 beim damaligen Generalsekretär des Finanzministeriums, Thomas Schmid, interveniert haben. Ziel der Aktion: Ein ÖVP-Bürgermeister sollte einen begehrten Leitungsposten erhalten. Pikant: Zwei der mitangeklagten Finanzbeamten, die in der Hearing-Kommission saßen, sollen die Vergabe so beeinflusst haben, dass eine hochqualifizierte Beamtin leer ausging – zugunsten des Parteifreundes.
Gerichtstermine und Zeugen
Die nächsten Tage werden entscheidend: Am Donnerstag und Freitag stehen die Einvernahmen der Angeklagten auf dem Programm. Danach folgen die Zeugenbefragungen. Besonders brisant: Am 5. März wird die übergangene Bewerberin aussagen, und am 9. März ist Thomas Schmid an der Reihe. Ein Urteil wird für den 21. April erwartet.
Drohende Konsequenzen
Sollte Wöginger schuldig gesprochen werden, drohen ihm bis zu fünf Jahre Haft. Für die beiden Finanzbeamten könnte ein Schuldspruch zudem den Verlust ihrer Ämter bedeuten – abhängig von der Strafhöhe.
Quellen: oe24.at
Credits: APA
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