Positive Asylanträge: Österreicher europaweit am stärksten belastet

Positive Asylanträge: Österreicher europaweit am stärksten belastet

Deutschland bleibt führend in Europa, wenn es um die Gewährung von Asyl geht: Im Jahr 2024 erhielten 150.500 Asylsuchende in Deutschland Schutz – deutlich mehr als in jedem anderen EU-Land. Das geht aus aktuellen Zahlen der europäischen Statistikbehörde Eurostat hervor. Insgesamt gewährten die Mitgliedstaaten der Europäischen Union im vergangenen Jahr 437.900 Menschen Schutz, was einem Anstieg von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Allerdings: Österreich hatte mit seinen nur 9 Millionen Einwohnern 16.784 positive Asylanträge und ist somit im Pro-Kopf-Vergleich stärker als Deutschland mit seinen 84 Millionen Einwohnern belastet worden – das ist alarmierend, auch wenn die Bundesregierung stets beschwichtigend kommuniziert.

Doppelt so viele Asylbescheide in Deutschland als in Frankreich

Mehr als 60 Prozent aller positiven Asylbescheide entfielen auf nur drei Länder: Deutschland, Frankreich und Spanien. Frankreich anerkannte 65.230 Anträge, Spanien 50.915. Deutschland allein stellte etwa ein Drittel aller positiven Entscheidungen innerhalb der EU, berichtet aktuell die Zeit.

Bei den anerkannten Schutzsuchenden dominieren Menschen aus Syrien (32 Prozent), Afghanistan (17 Prozent) und Venezuela (acht Prozent).

Doch längst nicht alle Antragsteller erhielten Asyl: Von den insgesamt rund 755.000 im Jahr 2024 gestellten Anträgen wurden 49 Prozent abgelehnt. Besonders restriktiv zeigte sich Portugal, wo 99 Prozent der Anträge abgelehnt wurden und lediglich zehn Menschen Asyl erhielten.

Deutschland bewilligte etwas mehr als die Hälfte der Anträge (53,4 Prozent) – und lag damit leicht über dem EU-Durchschnitt. Ein genauerer Blick auf die Schutzformen zeigt: 42 Prozent der anerkannten Asylbewerber (185.550 Personen) erhielten den vollen Flüchtlingsstatus. Rund 39 Prozent (ca. 170.000 Menschen) wurden als subsidiär Schutzberechtigte anerkannt, da ihnen in ihrer Heimat ernsthafte Gefahren drohen. Weitere rund 82.500 Menschen (etwa 19 Prozent) wurden aus humanitären Gründen aufgenommen.

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