Politischer Jungstar in Salzburg: Mit 24 Jahren vom Lehrer zum Landesrat

Politischer Jungstar in Salzburg: Mit 24 Jahren vom Lehrer zum Landesrat

Nach dem tragischen Tod von Landesrat Josef Schwaiger sorgt die Salzburger Volkspartei für eine handfeste Überraschung. Ein erst 24-jähriger Lehrer aus dem Lungau soll in die Landesregierung einziehen. Landeshauptfrau Karoline Edtstadler setzt damit ein deutliches Zeichen der Verjüngung und holt einen Mann ins Team, den bis vor Kurzem kaum jemand auf der Rechnung hatte.

Überraschung von Edtstadler

Nachdem ÖVP-Landesrat Josef Schwaiger am 23. Oktober verstarb, wurde wochenlang über seine Nachfolge spekuliert. Viele Namen machten die Runde, doch am Ende zauberte Landeshauptfrau Karoline Edtstadler einen Kandidaten aus dem Hut, der für Aufsehen sorgt: Maximilian Aigner. Wie der ORF Salzburg berichtet, sprach sich das Parteipräsidium am Montag einstimmig für den jungen Lungauer aus. Aigner, der erst im Dezember seinen 25. Geburtstag feiert, war bisher als Mittelschullehrer für Geschichte und Religion tätig und gilt als politisch weitgehend unbeschriebenes Blatt.

Diesen Job muss er nun an den Nagel hängen, denn für Mitglieder der Landesregierung gilt ein Beschäftigungsverbot. Edtstadler selbst kommentierte die Entscheidung als bewussten Schritt: „Ich habe beim Landeskongress angekündigt, die Salzburger ÖVP zu verjüngen. Mit Maximilian Aigner setzen wir den nächsten Schritt und ein klares Signal.“

Vom Schulsprecher zum Regierungsmitglied

Wer ist der junge Mann, der nun eine so wichtige Position bekleiden soll? Maximilian Aigner ist auf einem Bauernhof in Unternberg aufgewachsen und tief in der Region verwurzelt. Wie Salzburg24 berichtet, engagierte er sich schon früh, war Schulsprecher und später in der Landjugend aktiv, deren Landesleitung er bis September innehatte. Seit Juli 2025 ist er zudem einer der vier Stellvertreter von Parteichefin Edtstadler. Nun soll er die Agenden für Land-, Forst- und Wasserwirtschaft, Energie und Volkskultur übernehmen.

Große Fußstapfen und neue Aufgabenverteilung

Aigner tritt ein schweres Erbe an. Sein Vorgänger Josef Schwaiger war ein politisches Schwergewicht. Landeshauptfrau Edtstadler räumte ein, dass Aigner „seinen eigenen Weg suchen“ müsse. Um den neuen, jungen Landesrat zu entlasten, werden die wichtigen Personal- und Finanzagenden künftig direkt von Edtstadler selbst geführt, wie mehrere Medien übereinstimmend berichten. Bevor Aigner sein Amt antreten kann, muss er sich am 15. Dezember einem Hearing im Landtag stellen. Die offizielle Wahl ist für den 17. Dezember angesetzt.

Quellen: oe24.at, salzburg.orf.at, salzburg24.at, meinbezirk.at

Credits: APA

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