Politische Beben: FPÖ in Oberösterreich 10 Prozent vor ÖVP

Politische Beben: FPÖ in Oberösterreich 10 Prozent vor ÖVP

Es ist ein Szenario, das in der Volkspartei die Alarmglocken schrillen lässt wie nie zuvor. Im schwarzen Kernland Oberösterreich bahnt sich ein politisches Erdbeben an, das die Machtverhältnisse im ganzen Land auf den Kopf stellen könnte. Eine aktuelle Umfrage sorgt für pures Entsetzen in der Parteizentrale: Die ÖVP stürzt dramatisch ab und liegt mittlerweile satte 10 Prozent hinter der FPÖ.

Historischer Absturz für die Schwarzen

Die Zahlen, die eine aktuelle Spectra-Umfrage im Auftrag der Oberösterreichischen Nachrichten präsentiert, sind für die Landeshauptmann-Partei vernichtend. Wie oe24 berichtet, kommt die FPÖ in Oberösterreich aktuell auf triumphale 35 Prozent. Die ÖVP hingegen muss einen bitteren Absturz hinnehmen und landet nur noch bei 25 Prozent.

Das bedeutet im Klartext: Wäre am Sonntag Landtagswahl, würde die ÖVP mehr als 12 Prozentpunkte im Vergleich zur letzten Wahl verlieren, während die Freiheitlichen um fast 15 Prozent zulegen. Ein „politisches Erdbeben“, wie ein hochrangiger ÖVP-Politiker gegenüber oe24 die Lage beschreibt. Den Schwarzen droht damit bei der Wahl 2027 der Verlust des Landeshauptmann-Sessels – ein historischer Vorgang, der die Nerven der Funktionäre blank liegen lässt.

Wut auf Wien: „Kanzler im Home Office“

In Linz sucht man den Schuldigen für das Desaster nicht vor der eigenen Haustür, sondern in der Bundeshauptstadt. Die Wut auf die Bundesregierung ist riesig. Wie oe24 aus Insiderkreisen erfahren hat, macht die oberösterreichische ÖVP die Performance der Regierung für den Absturz verantwortlich. Landeshauptmann Thomas Stelzer habe seit Wochen versucht, hinter den Kulissen Druck zu machen – ohne Erfolg.

Ein Insider findet gegenüber oe24 drastische Worte für die Untätigkeit des Bundes bei Themen wie Wirtschaft und Teuerung: „Außer leeren Ankündigungen passiert aber nichts.“ Der Frust sitzt tief, und die Kritik zielt direkt auf die Spitze: „Und der Bundeskanzler sitzt seit Wochen im Home Office“, ätzt die Quelle weiter.

Stelzer als einziger Lichtblick

Einzig bei der Frage nach dem Landeshauptmann gibt es für die ÖVP einen kleinen Hoffnungsschimmer in der Düsternis. Bei der Direktwahl-Frage liegt Thomas Stelzer laut der Spectra-Umfrage mit 39 Prozent noch immer klar auf Platz eins. Sein blauer Herausforderer Manfred Haimbuchner kommt hier nur auf 23 Prozent.

Doch dieser persönliche Bonus könnte zu wenig sein, um den Negativ-Trend der Partei aufzuhalten. Der Unmut über die Bundespolitik zieht die Landespartei massiv nach unten. Wie oe24 analysiert, ist der Putsch gegen den Wirtschaftskammer-Präsidenten bereits als „Warnschuss“ der mächtigen Länderchefs aus Ober- und Niederösterreich zu verstehen gewesen.

Kommt jetzt der Kurz-Plan?

Die katastrophalen Umfragewerte befeuern nun wilde Spekulationen über vorzeitige Neuwahlen im Jahr 2026. „Mit diesem Gegenwind aus Wien können wir nicht in die wichtigen Landtagswahlen 2027 gehen“, zitiert oe24 einen Parteistrategen. Die Angst ist groß, dass die aktuelle „Dreier-Koalition“ im Bund der ÖVP in den Ländern den Rest gibt.

Hinter vorgehaltener Hand wird sogar über ein spektakuläres Comeback getuschelt. Mehrere Landeshauptleute sollen in den letzten Wochen bereits Kontakt zu Ex-Kanzler Sebastian Kurz aufgenommen haben. Die Option eines „fliegenden Kanzler-Wechsels“ scheint für manche in der ÖVP mittlerweile attraktiver als der Status quo. Denn eines ist klar: Bleibt es bei diesen Werten, steht der ÖVP in ihren Stammlandern Oberösterreich und Tirol ein politisches Blutbad bevor.

Credits: APA

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