In der Wiener Stadtpolitik fliegen wieder einmal die Fetzen. Im Zentrum der Kritik steht Bürgermeister Michael Ludwig, dem von FPÖ-Chef Dominik Nepp vorgeworfen wird, sich als großer Retter aufzuspielen – allerdings nur, um seine eigenen politischen Patzer zu vertuschen. Ein Vorwurf, der für ordentlich Zündstoff sorgt.
Eklat um Gratis-Fahrt für Behinderte
Der Stein des Anstoßes ist eine höchst sensible Angelegenheit. Wie die FPÖ berichtet, habe die Stadtregierung unter Ludwig zuerst die Gratis-Fahrt in den öffentlichen Verkehrsmitteln für blinde, sehbehinderte und gehörlose Menschen gestrichen. Eine Entscheidung, die für massive Empörung sorgte. Erst nach lautstarkem Protest und öffentlichem Druck sei der Bürgermeister zurückgerudert und habe die Regelung wieder einkassiert.
Für FPÖ-Chef Nepp ist dieses Vorgehen ein reines Schauspiel. „Zuerst streicht Ludwig die Gratis-Fahrt […] – und erst nach massivem Protest rudert er panisch zurück. Nun stellt er sich auch noch als Retter dar“, poltert Nepp in einer Aussendung. Er bezeichnet Ludwigs Vorgehen als „zynisch“ und wirft ihm vor, keine verlässliche Politik zu betreiben. Es sei eine Schande, dass man diese Gruppe überhaupt schlechterstellen wollte.
Forderung nach Entlastung für Pensionisten
Doch die Kritik der Freiheitlichen geht noch weiter. Neben der Causa um die Behinderten-Freifahrt macht sich die FPÖ auch für eine andere Gruppe stark: die Pensionisten. Nepp fordert, dass alle Menschen ab 65 Jahren die Wiener Linien kostenlos nutzen dürfen. „Nach einem Leben voller Arbeit und Beitragszahlungen ist es nur gerecht, die ältere Generation zu entlasten“, so der FPÖ-Chef. Er wirft der Stadtregierung vor, Pensionisten mit immer neuen Belastungen in die Enge zu treiben, anstatt ihnen Respekt zu zollen.
Nepp kündigt an, weiter Druck machen zu wollen. Für ihn ist klar: „In Wien darf es keine politischen Spielchen auf dem Rücken von Behinderten und Pensionisten geben.“ Er ist überzeugt, die Wiener würden längst durchschauen, dass Ludwig nicht rette, sondern nur seine eigenen Fehler kaschiere.
Credits: APA
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