Das aktuelle Polit-Barometer von oe24 zeigt, dass alle Minister der Ampelregierung im Minus stehen. Ein Jahreszeugnis, das für die Regierung mehr als ernüchternd ausfällt.
Ein Jahr der Enttäuschungen
Am 3. März 2025 trat die Ampelregierung mit Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP), Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) an. Doch die Hoffnungen der Bevölkerung scheinen enttäuscht worden zu sein. Laut einer Umfrage der Lazarsfeld Gesellschaft, die im Auftrag von oe24 durchgeführt wurde, überwiegen bei allen Regierungsmitgliedern die negativen Eindrücke. Die Umfrage, an der 1.000 Personen zwischen dem 15. und 16. Dezember teilnahmen, zeigt ein düsteres Bild: Kanzler, Vize und alle Minister stehen im Minus.
Überraschung an der Spitze: Verteidigungsministerin Tanner führt das Ranking an
Trotz der negativen Stimmung gibt es eine Überraschung: Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP), die seit 2020 im Amt ist, führt das Ranking an – wenn auch mit einem negativen Wert. Sie erreicht 21 % positive und 29 % negative Eindrücke, was einen Saldo von -8 % ergibt. Damit schneidet sie besser ab als ihre Kollegen und Kolleginnen. Direkt hinter ihr folgen Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) mit -10 % sowie Peter Hanke (SPÖ) und Markus Marterbauer (SPÖ), die beide auf -11 % kommen.
Kanzler und Vize im Tief
Besonders hart trifft es die Spitzen der Regierung. Bundeskanzler Christian Stocker kommt auf einen Wert von -25 %, während Außenministerin Beate Meinl-Reisinger mit -29 % noch schlechter abschneidet. Interessant: Würde man nur die positiven Werte betrachten, läge Stocker mit +18 % auf Platz 3 und Meinl-Reisinger auf Platz 4. Doch die hohe Ablehnung in der Bevölkerung drückt ihre Gesamtwerte massiv nach unten.
Ein Jahr voller Herausforderungen
Die Ergebnisse des Polit-Barometers spiegeln die Unzufriedenheit der Bevölkerung wider. Die Ampelregierung musste sich in diesem Jahr zahlreichen Herausforderungen stellen, darunter wirtschaftliche Unsicherheiten, steigende Lebenshaltungskosten und politische Querelen. Diese Faktoren scheinen das Vertrauen der Bürger in die Regierung stark erschüttert zu haben.
Credits: APA
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