Wenige Wochen nach Beginn der US-amerikanischen Militärkampagne gegen den Iran zeichnet eine aktuelle Umfrage ein eindeutiges Bild: Die Mehrheit der US-Bevölkerung ist gegen den Einsatz. Wie das Pew Research Center in seiner am 25. März 2026 veröffentlichten Studie festhält, wurden zwischen dem 16. und 22. März 3.524 amerikanische Erwachsene repräsentativ befragt. Das Ergebnis: 61 Prozent missbilligen Trumps Umgang mit dem Konflikt, nur 37 Prozent stimmen zu. Die ursprüngliche Entscheidung zum Militärschlag halten 59 Prozent für falsch – lediglich 38 Prozent für richtig. Und fast doppelt so viele Befragte (45 Prozent) sagen, der Einsatz laufe schlecht, wie jene, die ihn als sehr oder äußerst erfolgreich einschätzen (25 Prozent).
Die Spaltung verläuft durch das Land
Wie Pew Research ausführlich dokumentiert, liegt der entscheidende Bruch entlang der Parteilinie. Unter Demokraten und demokratisch geneigten Unabhängigen lehnen 90 Prozent Trumps Vorgehen ab, 88 Prozent halten den Angriff auf den Iran für eine Fehlentscheidung. Auf der anderen Seite unterstützen 69 Prozent der Republikaner und republikanisch Gesinnten den Präsidenten, 71 Prozent finden die Entscheidung zum Militärschlag richtig.
Bemerkenswert ist aber: Selbst innerhalb des republikanischen Lagers zeigen sich Risse. Republikanisch geneigte Unabhängige sind gespalten – etwa die Hälfte (52 Prozent) billigt Trumps Vorgehen, 45 Prozent tun es nicht. Und bei jungen Republikanern im Alter von 18 bis 29 Jahren stimmen laut Pew nur 49 Prozent dem Präsidenten zu.
Lange Kriegsdauer erwartet – vor allem von Demokraten
Auch bei der Frage, wie lange der Konflikt noch andauern wird, gehen die Meinungen auseinander. Wie Pew Research berichtet, rechnen insgesamt 54 Prozent der Befragten damit, dass die Kampfhandlungen noch mindestens sechs weitere Monate andauern – 29 Prozent sogar ein Jahr oder länger. Republikaner erwarten eher ein schnelles Ende: 58 Prozent gehen von einem Abschluss innerhalb von sechs Monaten aus. Bei Demokraten hingegen rechnen 68 Prozent mit einem langen Krieg, 40 Prozent sogar mit mehr als einem Jahr.
Mehrheit sieht die USA langfristig unsicherer
Eine der eindeutigsten Aussagen der Studie betrifft die Frage der nationalen Sicherheit. Wie Pew Research festhält, glauben 40 Prozent der Befragten, der Einsatz mache die USA auf lange Sicht unsicherer – fast doppelt so viele wie die 22 Prozent, die von mehr Sicherheit ausgehen. Bei der weltweiten Sicherheitslage ist das Bild etwas ausgeglichener: 33 Prozent sagen, die Welt werde unsicherer, 27 Prozent erwarten das Gegenteil.
Ein anderes Bild bei Trump-Anhängern
Wie die Weltwoche in Bezug auf eine Studie der Vandenberg Coalition anmerkt, ergibt sich ein gänzlich anderes Bild, wenn man ausschließlich Trump-Wähler befragt: 84 Prozent von ihnen unterstützen demnach die Entscheidung zum Luftangriff auf den Iran. Unter jenen, die sich selbst als MAGA-Konservative bezeichnen, sind es sogar 94 Prozent – und 86 Prozent wollen, dass die Militärreaktion fortgesetzt wird. Zwei Studien, zwei Welten.
Quellen:
- Weltwoche (weltwoche.de): Amerikaner lehnen Militär-Intervention der USA im Iran ab, 27. März 2026
- Pew Research Center (pewresearch.org): Americans Broadly Disapprove of U.S. Military Action in Iran, 25. März 2026 (Befragung: 16.–22. März 2026, n=3.524)
Credits: APA
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