Parteien kassieren 266 Millionen Euro: Wer sahnt ab, wer verliert?

Parteien kassieren 266 Millionen Euro: Wer sahnt ab, wer verliert?

Während die meisten Österreicher den Gürtel enger schnallen, klingeln bei den politischen Parteien die Kassen. Unglaubliche 266 Millionen Euro an Fördergeldern fließen dieses Jahr von Bund und Ländern in die Parteizentralen. Doch nach den Wahl-Beben des letzten Jahres gibt es einige dramatische Verschiebungen im Geldregen. Wie eine Serienanfrage der APA zeigt, gibt es klare Gewinner und Verlierer.

Blauer Geld-Turbo: FPÖ legt um 37 Prozent zu

Der große Abräumer ist die FPÖ. Nach ihren Wahlsiegen im Bund und in der Steiermark dürfen sich die Freiheitlichen über einen wahren Geldsegen freuen. Satte 61,7 Millionen Euro fließen 2025 auf die Konten der Partei, was einem Zuwachs von unglaublichen 37 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht (ohne die EU-Wahl-Sonderförderung). Damit hat die FPÖ finanziell ordentlich aufgeholt, wie oe24.at berichtet.

ÖVP bleibt trotz Verlusten die reichste Partei

Trotz schmerzhafter Niederlagen bei mehreren Wahlen bleibt die ÖVP die finanzstärkste Kraft im Land. Zwar muss die Volkspartei einen Rückgang von 10 Prozent verkraften, kassiert aber immer noch die stolze Summe von 76,5 Millionen Euro. Auch die Grünen müssen nach ihren Wahlverlusten Federn lassen und erhalten mit 29,6 Millionen Euro rund 11 Prozent weniger Fördergeld.

SPÖ stabil, NEOS im Aufwind

Die SPÖ kann sich dank eines soliden Ergebnisses in Wien über stabile Finanzen freuen. Mit 69,3 Millionen Euro liegt sie nahezu auf Vorjahresniveau. Deutlich nach oben geht es hingegen für die NEOS. Sie steigern ihre Fördermittel um über 11 Prozent und kommen nun auf beachtliche 20 Millionen Euro.

Woher kommt das viele Geld?

Der größte Batzen kommt direkt vom Bund, der heuer 80,1 Millionen Euro an die Parteien, ihre Klubs und Akademien ausschüttet. An zweiter Stelle der großzügigsten Geldgeber steht das rote Wien mit 53 Millionen Euro. Dahinter folgen Oberösterreich (32,6 Mio.), die Steiermark (30,2 Mio.) und Niederösterreich (28,1 Mio.). Dass die FPÖ trotz ihres Sieges bei der Nationalratswahl nicht an der Spitze der Gesamtförderung steht, liegt an den Ergebnissen in den Bundesländern, wo ÖVP und SPÖ in vielen Bereichen noch die Nase vorn haben.

Für das kommende Jahr 2026 deutet sich laut oe24.at ein gebremstes Wachstum an. Einige Bundesländer haben bereits angekündigt, die Förderungen nicht weiter zu erhöhen.

Credits: APA

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