Der ORF steht vor einer spannenden Neubesetzung: Nach dem überraschenden Rücktritt von Generaldirektor Roland Weißmann wird der Posten des Generaldirektors neu ausgeschrieben. Bis zur endgültigen Wahl übernimmt Radiodirektorin Ingrid Thurnher interimistisch die Führung des größten Medienunternehmens Österreichs.
Rücktritt mit Folgen
Am 8. März 2026 trat Roland Weißmann nach Vorwürfen des Fehlverhaltens zurück. Weißmann bestreitet die Anschuldigungen, dennoch sah sich der ORF-Stiftungsrat gezwungen, rasch zu handeln. Bereits am 12. März wurde Ingrid Thurnher einstimmig zur interimistischen Generaldirektorin bestellt. Die Ausschreibung für die Position wurde am 20. März veröffentlicht und ist im Digitalen Amtsblatt Österreichs abrufbar.
Anforderungen an die Bewerber
Die Ausschreibung setzt hohe Maßstäbe: Neben einem abgeschlossenen Hochschulstudium und Führungserfahrung sind auch Kenntnisse des Medienmarkts, betriebswirtschaftliche Expertise und soziale Kompetenz gefragt. Besonders betont wird, dass Bewerbungen von Frauen ausdrücklich erwünscht sind. Die Bewerbungsfrist endet am 17. April, die Entscheidung fällt am 23. April.
Politische Brisanz
Die Besetzung des Generaldirektorenpostens ist nicht nur eine interne Angelegenheit des ORF, sondern auch ein Politikum. Wie der Standard berichtet, wird die Wahl von den 35 Mitgliedern des Stiftungsrats entschieden, die größtenteils politischen Fraktionen zugeordnet sind. Die SPÖ und ÖVP stellen die größten Gruppen, was der Entscheidung eine besondere Brisanz verleiht.
Quellen: oe24, Der Standard, Kurier, Parlament.gv.at
Credits: APA
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