Die Affäre rund um den ehemaligen ORF-Generaldirektor Roland Weißmann weitet sich weiter aus. Neue Details zeigen ein komplexes Bild aus Vorwürfen, internen Ermittlungen und juristischen Schritten. Wie oe24 berichtet, geht es dabei nicht nur um persönliche Anschuldigungen, sondern auch um erhebliche finanzielle Interessen.
Ausgangspunkt: Vorwürfe und Rücktritt
Auslöser der Causa sind Vorwürfe einer ORF-Mitarbeiterin, die Weißmann unangemessenes Verhalten vorwirft. Der damalige Generaldirektor trat Anfang März zurück, nachdem entsprechende Informationen an den Stiftungsrat gelangt waren.
Wie ORF-Stiftungsratschef Heinz Lederer laut oe24 erklärte, lagen dabei „Schrift-, Ton- und Bildmaterial“ vor, das den Fall belegte.
Weißmann selbst bestreitet die Vorwürfe und spricht von einer einvernehmlichen Beziehung. Sein Anwalt betonte laut oe24, es habe keine vollständige inhaltliche Prüfung gegeben und der Rücktritt sei auch erfolgt, um Schaden vom Unternehmen abzuwenden.
Brisantes Material und unterschiedliche Darstellungen
Im Zentrum stehen offenbar auch persönliche Nachrichten sowie Bilder mit sexualisiertem Inhalt. Wie oe24 berichtet, soll solches Material Teil der internen Prüfungen sein.
Zusätzlich sorgt eine Aussage Weißmanns für Aufsehen: Laut Angaben aus dem Umfeld des Stiftungsrats habe er die Echtheit der vorgelegten Beweise im Kern nicht bestritten und auf entsprechende Vorhalte mit „Das wird schon stimmen“ reagiert.
Die Gegenseite widerspricht jedoch zentralen Punkten. Die betroffene Mitarbeiterin sieht sich laut mehreren Berichten mit unangemessenem Verhalten konfrontiert, während Weißmann weiterhin von Freiwilligkeit ausgeht.
Juristische Eskalation
Parallel zu den internen Untersuchungen hat Weißmann rechtliche Schritte eingeleitet. Wie oe24 berichtet, wurde eine Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft Wien eingebracht.
Diese richtet sich laut bestätigten Angaben gegen mehrere Personen. Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit einen möglichen Anfangsverdacht.
Im Raum stehen dabei unter anderem Vorwürfe rund um mögliche illegale Tonaufnahmen oder andere strafrechtlich relevante Handlungen, wie oe24 berichtet.
Streit um hohe Geldforderungen
Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung geht es auch um erhebliche Summen. Laut oe24 steht ein möglicher Anspruch auf mehrere Millionen Euro im Raum – etwa aus Gehalt und Abfertigung bis zum regulären Vertragsende.
Innerhalb des ORF wird diese Frage intensiv diskutiert. Die Entscheidung darüber dürfte stark davon abhängen, wie die Vorwürfe arbeitsrechtlich bewertet werden.
Quellen:
- oe24: „ORF-Sittenbild: Nicht jugendfreie Fotos, Weißmann Aussage und Kampf um Millionen“
- oe24: „Sexuelle Belästigung? Bild- und Tonmaterial könnten Weißmann belasten“
- oe24: „Sexuelle Belästigung? Das sagt Weißmanns Anwalt“
- oe24: „Weißmann über belastendes Material: ‘Wird schon stimmen’“
- oe24: „ORF-Schlammschlacht: Jetzt erstattet Weißmann Anzeige“
- PULS 24 / APA: Bericht zur Strafanzeige und Ermittlungen
- oe24: Aussagen zu Bildmaterial und Vorwürfen
Credits: APA
Neueste Kommentare