Offener Brief sorgt für Wirbel: Doskozil kontert Orbán-Regierung

Offener Brief sorgt für Wirbel: Doskozil kontert Orbán-Regierung

Jetzt kracht es gewaltig zwischen dem Burgenland und Ungarn! Landeshauptmann Hans Peter Doskozil hat die Nase voll und schickt in einem scharfen, offenen Brief eine klare Ansage an den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán. Der Grund für den Zoff: Ein ungarischer Staatssekretär hatte das burgenländische Rettungswesen öffentlich schlechtgemacht – für Doskozil eine rote Linie.

Falsche Vorwürfe und verletzter Stolz

Der Stein des Anstoßes sind Aussagen von Péter Takács, Staatssekretär im ungarischen Innenministerium. Wie der ORF berichtet, behauptete Takács in ungarischen Medien, das Rettungssystem im Burgenland sei technisch völlig veraltet. Angeblich gäbe es weder GPS in den Rettungsautos noch eine zentrale Leitstelle. Die Position der Fahrzeuge würde man auf einer simplen Magnettafel verfolgen.

Diese Darstellung brachte das Fass bei Doskozil zum Überlaufen. „Sachlich falsch, respektlos gegenüber den Mitarbeitern unserer Einsatzorganisationen und letztlich einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit unwürdig“, polterte der Landeshauptmann laut Kurier.

Doskozil schlägt zurück: „Unnötig provokativ!“

Doskozil lässt diese Attacke auf das burgenländische System nicht auf sich sitzen. In seinem Brief, über den auch die Kronen Zeitung berichtet, stellt er klar, dass die Einsatzleitung im Burgenland über ein hochmodernes, volldigitalisiertes System laufe. Die Behauptung, man müsse erst auf das Niveau Ungarns aufschließen, bezeichnete er als „unangemessen“ und „unnötig provokativ“.

Für eine gute Nachbarschaft brauche es Respekt, so der Landeshauptmann. Falsche öffentliche Aussagen würden diese Zusammenarbeit untergraben und seien einfach „inakzeptabel“.

Klare Forderung an Orbán

Doskozil fordert von Regierungschef Orbán nun Konsequenzen. Wie die Salzburger Nachrichten melden, verlangt er unmissverständlich eine öffentliche Richtigstellung der falschen Behauptungen. Außerdem soll Orbán dafür sorgen, „dass derartige Missdarstellungen künftig unterbleiben“.

Der Brief ist ein klares politisches Signal. Doskozil zeigt Zähne und macht deutlich, dass er sich für sein Bundesland und dessen professionelle Einsatzkräfte in die Bresche wirft. Die Antwort aus Budapest dürfte mit Spannung erwartet werden.

Credits: APA

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