Österreich hebt ab – und das wortwörtlich! Mit dem BEACONSAT-Satelliten betritt das Land erstmals militärisches Terrain im Weltraum. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner präsentierte stolz die Demoversion des Satelliten, der ab 2027 Störsignale aufspüren und analysieren soll. Ein Meilenstein für die Sicherheit und Unabhängigkeit des Landes.
Hightech aus Schwechat
Hinter dem Projekt steht das niederösterreichische Unternehmen GATE Space, ein Spin-off der TU Wien. Der Satellit, der mit seinen 32 Kilogramm der größte jemals in Österreich entwickelte ist, wird von einer SpaceX-Falcon-9-Rakete ins All geschossen. Tanner betonte bei der Präsentation in Schwechat: „Der Weltraum ist ein wesentlicher Teil der militärischen Handlungsfähigkeit.“
Schutz vor Jamming und Spoofing
BEACONSAT soll sogenannte Jamming- und Spoofing-Angriffe auf Navigationssysteme wie GPS oder Galileo erkennen. Diese Störmanöver, die in Konflikten wie dem Ukraine-Krieg eine zentrale Rolle spielen, können Truppen orientierungslos machen und kritische Infrastruktur gefährden. „Es geht auch um den Schutz unserer Soldaten“, so Tanner.
Kooperation mit den Niederlanden
Neben BEACONSAT startet Österreich gemeinsam mit den Niederlanden das Projekt LEO2VLEO. Drei Satelliten sollen ab Frühjahr 2027 in niedrigen Umlaufbahnen fliegen und hochauflösende Bilder sowie Kommunikationsdaten liefern. Ein vierter Satellit bleibt als Testobjekt am Boden.
Kosten und Perspektiven
Die Kosten für BEACONSAT belaufen sich auf eine Million Euro, wovon die Europäische Weltraumorganisation ESA 500.000 Euro beisteuert. Insgesamt investiert Österreich sechs Millionen Euro in das LEO2VLEO-Projekt. Tanner sieht darin einen strategischen Schritt: „Wir müssen datenunabhängig werden.“
Quellen: oe24.at, bmimi.gv.at, orf.at, derstandard.de
Credits: APA
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