Österreichs Energiepolitik macht Schluss mit russischem Gas – aber mit Hintertür

Österreichs Energiepolitik macht Schluss mit russischem Gas – aber mit Hintertür

Ab 2028 soll endgültig Schluss sein mit russischem Öl und Gas in der EU. Doch Österreich fordert eine Hintertür für den Notfall.

Der große Plan: Europa sagt „Nein“ zu russischem Gas

Die EU hat sich auf ein klares Ziel geeinigt: Ab 2028 sollen keine fossilen Brennstoffe mehr aus Russland importiert werden. Wie die „Die Presse“ berichtet, ist dies Teil eines umfassenden Plans, die Abhängigkeit von russischer Energie zu beenden. Bereits ab 2026 dürfen keine neuen Verträge mehr abgeschlossen werden, und bestehende Vereinbarungen laufen spätestens 2028 aus. Ein mutiger Schritt, der die europäische Energiepolitik revolutionieren soll.

Österreichs Sonderweg: „Was, wenn die Preise explodieren?“

Während Länder wie Deutschland und Frankreich den Ausstieg aus russischem Gas mit Nachdruck unterstützen, zeigt sich Österreich vorsichtiger. Laut dem „Kurier“ fordert die Alpenrepublik eine Hintertür: Sollte es zu drastischen Preissteigerungen kommen, möchte man die Möglichkeit haben, den Ausstieg zu überdenken. Ein Balanceakt zwischen Solidarität und nationalen Interessen.

Ungarn und Slowakei: Die ewigen Ausnahmen

Wie die „Kleine Zeitung“ berichtet, haben Ungarn und die Slowakei Sonderregelungen ausgehandelt. Beide Länder sind stark von russischem Gas abhängig und erhalten Unterstützung, um ihre Energieversorgung umzubauen. Doch Kritiker warnen: Solche Ausnahmen könnten das gesamte Vorhaben gefährden.

Die Zahlen sprechen für sich

Die Abhängigkeit Europas von russischem Gas ist in den letzten Jahren drastisch gesunken. Laut der „FAZ“ machte russisches Gas 2021 noch 45 % der EU-Importe aus, 2024 waren es nur noch 18,9 %. Norwegen und die USA haben ihre Anteile deutlich erhöht, was zeigt, dass Alternativen durchaus möglich sind.

Ein Signal an den Kreml

Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner betonte gegenüber der „Kleine Zeitung“, dass der Ausstieg ein „unmissverständliches Signal“ an Russland sei. Österreich habe seine Hausaufgaben gemacht und beziehe seit Anfang 2025 kein russisches Gas mehr. Die OMV hat alle Lieferverträge mit Russland beendet.

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