Österreich muss weiter sparen: Marterbauer kündigt nächstes Sparpaket an

Österreich muss weiter sparen: Marterbauer kündigt nächstes Sparpaket an

Das Sparpaket der Bundesregierung ist noch nicht beschlossen, da zeichnet sich schon das nächste ab. Finanzminister Markus Marterbauer spricht offen über weitere Einschnitte – und nennt erstmals eine konkrete Größenordnung.

Bis zu zwei Milliarden zusätzlich nötig

Wie oe24 unter Berufung auf das Ö1-Interview berichtet, kündigte Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) in der Sendereihe „Im Journal zu Gast“ an, dass für das Doppelbudget 2027 und 2028 bis zu zwei Milliarden Euro an zusätzlichen Einsparungen notwendig sein werden. Wie heute.at festhält, bestätigte Marterbauer den Druck gegenüber der Krone: „Wir haben weiteren Sparbedarf, überhaupt keine Frage.“ Im Vergleich zu den bisherigen Konsolidierungsrunden falle das zusätzliche Volumen aber deutlich geringer aus – das laufende Doppelbudget sieht Einsparungen von 6,4 beziehungsweise 8,7 Milliarden Euro pro Jahr vor. Wie oe24 weiter berichtet, hält Marterbauer das neue Sparvolumen für „jedenfalls bewältigbar“. Konkrete Maßnahmen nannte er jedoch nicht.

Förderkürzung ist fix – alles andere offen

Wie ORF Ö1 berichtet, ist eine Kürzung bei Förderungen laut Marterbauer bereits „fix vereinbart“ und soll auf die Budgets für 2027 und 2028 einzahlen. Gleichzeitig relativierte der Finanzminister die Einschätzung des Fiskalrats: Die von dem unabhängigen Gremium genannten fünf Milliarden an zusätzlichem Konsolidierungsbedarf bis 2028 seien „aus jetziger Sicht etwas zu hoch gegriffen“. Wie heute.at festhält, wollte Marterbauer erst gesicherte Datengrundlagen aus der Frühjahresprognose der Wirtschaftsforscher im April abwarten – ein Vorgehen, das Kritiker bereits als zu zögerlich bezeichnen.

Was der Fiskalrat ins Spiel bringt

Wie oe24 berichtet, hatte der Fiskalrat erst kurz zuvor eine Reihe möglicher Sparmaßnahmen für das nächste Budget vorgelegt. Dazu zählen laut Fiskalrat die Abschaffung des Familienbonus, das Ende klimaschädlicher Subventionen sowie die vollständige Rücknahme der Abschaffung der sogenannten „kalten Progression“. Ob und in welcher Form diese Vorschläge tatsächlich umgesetzt werden, ließ Marterbauer offen.

Unsicherheit durch Iran-Krieg

Wie oe24 festhält, verwies Marterbauer ausdrücklich auf die geopolitische Lage als Unsicherheitsfaktor: Die kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten könnten die wirtschaftliche Entwicklung in ganz Europa weiter belasten. Wie heute.at Marterbauer zitiert, habe dieser den Krieg als „unnötig und dumm“ bezeichnet und dessen mögliche Auswirkungen auf die Budgetplanung klar benannt. Auch nach der Frühjahresprognose werde die Unsicherheit groß bleiben.


Quellen:

  • oe24.at, 21. März 2026
  • Ö1, „Im Journal zu Gast“, 21. März 2026
  • heute.at / Kronenzeitung, 21. März 2026
  • ORF (orf.at), Dezember 2025

Credits: APA

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