„Österreich-Aufschlag“: Minister Hattmannsdorfer schmiedet Allianzen gegen die Teuerung

„Österreich-Aufschlag“: Minister Hattmannsdorfer schmiedet Allianzen gegen die Teuerung

Die Inflation in Österreich bleibt ein heißes Thema – und Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) hat genug davon. Mit einem klaren Plan und großen Worten will er jetzt gegen den sogenannten „Österreich-Aufschlag“ vorgehen. Sein Ziel: Allianzen schmieden, um die Preise zu drücken und die Wirtschaft anzukurbeln.

„Wir müssen Europapolitik ernst nehmen“

„Diese Bundesregierung hat das klare Ziel, die Inflation zu bekämpfen und gleichzeitig am Aufschwung zu arbeiten“, verkündete Hattmannsdorfer in einer Aussendung. Dabei setzt er auf die europäische Ebene: „Gerade als kleines Land brauchen wir starke Allianzen und Partner.“

Vergangene Woche reiste der Minister bereits zu seiner deutschen Amtskollegin Katherina Reiche, um die ersten Schritte einzuleiten. Der „Österreich-Aufschlag“ – ein Begriff, der die hohen Preise im Land beschreibt – wurde nun auch in den EU-Gremien zum Thema gemacht. „Wir müssen unsere Möglichkeiten in Europa voll ausschöpfen“, betonte Hattmannsdorfer.

Forderungen an die EU: Härter durchgreifen, schneller handeln

Beim EU-Rat am Montag will der Minister Nägel mit Köpfen machen. Seine Forderungen sind klar:

  • Schnelles Handeln: Die EU-Kommission soll „ehestmöglich“ Vorschläge vorlegen.
  • Härteres Durchgreifen: Gegen ungerechte Beschränkungen sollen sofort Verfahren eingeleitet werden.
  • Wettbewerbsrecht stärken: Lieferbeschränkungen, die Preise hochtreiben, sollen verboten werden.
  • Hürden abbauen: Sonderregeln und Kennzeichnungspflichten, die Märkte spalten, müssen wegfallen.

„Wenn das Wettbewerbsrecht Lücken hat, müssen wir nachschärfen“, so der Minister entschlossen.

Zukunft der Automobilindustrie: Technologieoffenheit gefordert

Neben der Inflation steht auch die Zukunft der Automobilindustrie auf der Agenda. Gemeinsam mit Katherina Reiche fordert Hattmannsdorfer „Technologieoffenheit“ und die Anerkennung von CO2-neutralen Kraftstoffen. „Die Lebenszyklusbetrachtung muss in die Flottenzielverordnung einbezogen werden“, fordern die beiden Minister.

Fazit: Große Worte, große Erwartungen

Ob Hattmannsdorfer mit seinen Forderungen in Brüssel Gehör findet, bleibt abzuwarten. Klar ist: Der Minister setzt auf eine Mischung aus Entschlossenheit und Diplomatie, um Österreich aus der Teuerungsfalle zu befreien. Wie die österreichische Tageszeitung „oe24“ berichtet, könnte der „Österreich-Aufschlag“ bald Geschichte sein – wenn die EU mitzieht.


Quelle: oe24.at
Credits: APA

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