Öl-Krise am Golf: USA machen den Weg frei für Putins Öl, während der Iran blockiert

Öl-Krise am Golf: USA machen den Weg frei für Putins Öl, während der Iran blockiert

Die Energiepreise schießen durch die Decke, und an den Zapfsäulen herrscht pure Panik. Der Grund? Der Iran hat die Straße von Hormus abgeriegelt. Das bringt den weltweiten Ölhandel massiv ins Wanken. Nun greifen die USA zu einer drastischen Maßnahme: Sie lockern die Sanktionen und erlauben vorübergehend den Verkauf von russischem Öl. Wir werfen einen genauen Blick auf diese brisante Entwicklung.

Minen im Wasser und militärische Härte

Die Lage im Nahen Osten spitzt sich dramatisch zu. Durch die Straße von Hormus fließt normalerweise ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls. Doch seit Beginn des Konflikts hat das iranische Militär diese lebenswichtige Route faktisch dichtgemacht. Wie die Tagesschau berichtet, hat das US-Militär bereits eingegriffen und über ein Dutzend iranische Minenlegeboote zerstört.

US-Präsident Donald Trump fand dazu deutliche Worte. Er drohte dem Iran mit nie dagewesenen militärischen Konsequenzen, falls die Seeminen nicht sofort verschwinden. Die Nervosität wächst, denn das US-Militär hält es laut Tagesschau aktuell für zu riskant, Handelsschiffe durch die Meerenge zu eskortieren.

Washingtons unerwartetes Manöver

Der blockierte Ölfluss treibt die Preise weltweit nach oben. Um diesen extremen Druck vom Markt zu nehmen, zieht die US-Regierung nun eine überraschende Karte. Wie ZDFheute meldet, erlaubt das US-Finanzministerium vorübergehend den Verkauf von russischem Rohöl. Das betrifft Öl, das vor dem 12. März verladen wurde. Die Ausnahmeregelung gilt vorerst bis zum 11. April.

US-Finanzminister Scott Bessent versucht, die Wogen zu glätten. Er betont laut ZDFheute, dass diese Maßnahme eng gefasst sei und Russland keinen großen finanziellen Vorteil bringe. Moskau sieht das allerdings etwas anders. Wie exxpress.at schreibt, hält der russische Gesandte Kirill Dmitrijew weitere Lockerungen der Sanktionen für absolut unvermeidlich, da der globale Energiemarkt ohne russisches Öl kaum stabil bleiben könne.

Ein brisantes Telefonat

Besonders interessant ist das Timing dieser Entscheidung. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor angekündigt, einige Ölsanktionen aussetzen zu wollen, um die explodierenden Kosten zu bremsen. Wie Business Insider berichtet, machte Trump diese Aussagen kurz nach einem direkten Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Russland nutzt die Gunst der Stunde. Trotz aller bisherigen Sanktionen verdient Moskau weiterhin Milliarden mit dem Energiehandel, der nun stark nach Asien ausgerichtet ist. Die aktuelle Blockade durch den Iran spielt Putin also doppelt in die Karten: Die Preise steigen, und der Westen sieht sich gezwungen, die eigenen Strafmaßnahmen aufzuweichen.

Quellen: Exxpress, Tagesschau, ZDFheute, Business Insider
Credits: APA

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