Die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) hat im Rahmen des „Black History Month“ an der Universität Wien mehrere Veranstaltungen angekündigt, die ausschließlich für bestimmte ethnische Gruppen zugänglich sind. Diese Praxis hat eine hitzige Debatte über Diskriminierung und Inklusion ausgelöst.
Veranstaltungen mit Zugangsbeschränkungen
Laut einer Aussendung der ÖH, die an alle Studierenden der Universität Wien verschickt wurde, sind einige der geplanten Events explizit nur für „BIPoC“ (Black, Indigenous, People of Color) oder „Black Students“ zugänglich. Dazu zählen unter anderem ein Workshop zum Thema „rassistische Polizeigewalt“ sowie der Besuch einer Performance, die als „Black Students only“ gekennzeichnet ist. Wie die ÖH in ihrer Aussendung erklärt, handelt es sich bei „BIPoC“ um eine „politische Selbstbezeichnung von Menschen, die in weiß dominierten Kontexten rassifiziert werden“.
Kritik an der Praxis
Die Einladung zu den Veranstaltungen wurde jedoch an alle Studierenden verschickt, auch an jene, die laut Ausschreibung von der Teilnahme ausgeschlossen sind. Dies hat zu Kritik geführt. Viele sehen in der Praxis einen Widerspruch zu den erklärten Zielen des Antirassismus. Die ÖH betont in ihrer Aussendung, dass der „Black History Month“ dazu dienen soll, „Rassismus zu erkennen“ und sich „solidarisch für Antirassismus einzusetzen“. Kritiker fragen jedoch, wie diese Zielsetzung mit Veranstaltungen vereinbar ist, die auf Ausschluss basieren.
Quellen: exxpress.at, afrika.univie.ac.at
Credits: APA
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