US-Präsident Donald Trump hat entschieden, der Ukraine keine Tomahawk-Marschflugkörper zu liefern. Diese Entscheidung kommt überraschend, da zuvor Signale aus dem Pentagon auf eine mögliche Lieferung hingedeutet hatten.
Trumps Entscheidung: „Nein, nicht wirklich“
Während eines Gesprächs mit Reportern an Bord der Air Force One erklärte Trump, dass die Lieferung der Tomahawk-Marschflugkörper an die Ukraine derzeit nicht geplant sei. „Nein, nicht wirklich“, antwortete er auf die Frage, ob die USA die Raketen bereitstellen würden. Gleichzeitig ließ er die Möglichkeit offen, diese Entscheidung in Zukunft zu überdenken. „Es könnte passieren, aber im Moment nicht“, fügte er hinzu, wie Espreso TV berichtet.
Die Bedeutung der Tomahawks für die Ukraine
Die Ukraine hatte die USA und andere Verbündete wiederholt um die Lieferung von weitreichenden Waffen gebeten, um ihre Verteidigungs- und Angriffskapazitäten im Krieg gegen Russland zu stärken. Präsident Wolodymyr Selenskyj betonte, dass solche Waffen entscheidend seien, um Russland zu Verhandlungen zu bewegen. „Je weiter unsere Waffen reichen, desto größer ist die Bereitschaft Russlands, den Krieg zu beenden“, erklärte Selenskyj laut ABC News.
Die Tomahawk-Marschflugkörper haben eine Reichweite von bis zu 2.500 Kilometern und könnten strategisch wichtige Ziele in Russland treffen, darunter Moskau und St. Petersburg. Laut CNN hatte das Pentagon bereits grünes Licht für die Lieferung gegeben, da die US-Bestände nicht gefährdet seien.
Einfluss von Russland?
Trumps Entscheidung fiel kurz nach einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Putin hatte davor gewarnt, dass die Lieferung der Tomahawks die Beziehungen zwischen den USA und Russland erheblich belasten würde. Der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erklärte, dass eine solche Lieferung die Dynamik des Krieges nicht grundlegend ändern, aber die Spannungen zwischen den beiden Ländern verschärfen würde.
Technische und operative Herausforderungen
Selbst wenn die USA die Tomahawks liefern würden, stünden die Ukrainer vor technischen Herausforderungen. Die Raketen werden üblicherweise von Schiffen oder U-Booten abgefeuert, über die die Ukraine nicht verfügt. Zwar gibt es bodengestützte Abschussvorrichtungen, doch diese sind begrenzt verfügbar und erfordern umfangreiche Schulungen. Laut ABC News könnte dies die Einsatzfähigkeit der Raketen verzögern.
Credits: APA
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