Die anderen Medien dürften ihm zu kritisch sein: Nach der Beschimpfung von exxtra24 wirbt der Audi-Upgrade-Staatssekretär jetzt für ein Online-Magazin, das es noch gar nicht gibt. Vielleicht schreiben ja dann die Kollegen von diesem Medium netter über Schellhorn und sein pinkes teures Salzamt im Außenministerium.
Die Rekrutierung seiner acht Mitarbeiter für sein zusätzliches Staatssekretariats-Büro und die Organisation der Fitnesscenter-Abos für seine neuen Beamten (exxtra24 berichtete) dürfte laufen – da hat Deregulierungs- und Upgrade-Staatssekretär Sepp Schellhorn noch ein bisserl Zeit, für ein noch nicht existentes Online-Magazin zu werben: Der NEOS-Politiker verletzt die bisher offiziell gepflegte Objektivität der Regierungsmitglieder gegenüber Österreichs Medien und macht nur für dieses eine Medien-Projekt Werbung auf Instagram.
Vielleicht erhofft sich der Staatssekretär, dass er dann zumindest von diesem Geister-Medium Lob für seine Taten erhält – wenn ihn schon Krone, Heute, Der Standard und exxtra24 für seine peinliche Dienstwagen-Affäre und den üppigen Ausbau seines Büros auf Kosten der Steuerzahler kritisieren.
Schellhorn wirbt für Online-Magazin, das noch gar nicht existiert
Der aktuelle Werbe-Gag des Staatssekretärs ist schnell erklärt: Schellhorn erzählt auf einem Steg an einem See stehend, wie super ein neues Online-Magazin wird, das noch gar nicht erschienen ist und erst bei 5000 zahlenden Abonnenten (jetzt 1375) die ersten Berichte veröffentlichen will. Dann lässt sich der NEOS-Politiker rücklings in den See fallen.
Mit dieser Aktion macht sich Sepp Schellhorn sicher noch mehr Freunde in der heimischen Medienbranche: Der eine oder andere Verleger oder Geschäftsführer eines Medienhauses könnte die Aktion Schellhorns als eine vom NEOS-Politiker gewünschte Provokation verstehen und etwas verärgert sein. Immerhin hat es ein derartiges unobjektives Verhalten eines Regierungsmitglieds gegenüber Österreichs Medien bisher noch nie gegeben – vermutlich wäre auch der Aufschrei auch recht groß gewesen, wenn Sebastian Kurz oder Christian Kern das Lesen von nur einer Zeitung propagiert hätten.
Credit: Screenshot Instagram
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