Neues Umfragehoch: Ampel-Koalition hätte erstmals seit Monaten wieder eine Parlamentsmehrheit

Neues Umfragehoch: Ampel-Koalition hätte erstmals seit Monaten wieder eine Parlamentsmehrheit

Die FPÖ schwächelt, die SPÖ erholt sich leicht — und plötzlich würde die Regierung aus ÖVP, SPÖ und NEOS laut einer aktuellen Umfrage wieder eine Mehrheit im Nationalrat erringen. Ein Moment zum Durchatmen für die Ampel. Mehr aber auch nicht.

FPÖ verliert zwei Prozentpunkte — Ampel atmet auf

Laut einer aktuellen Lazarsfeld-Umfrage für oe24 (2.000 Befragte, 20. bis 28. April, maximale Schwankungsbreite 2,2 Prozent) kommt die FPÖ von Herbert Kickl derzeit auf 35 Prozent — ein Rückgang um zwei Punkte gegenüber der Vorwoche. Noch im Jänner hatte sich die Partei der 40-Prozent-Marke genähert, zuletzt pendelte sie zwischen 37 und 38 Prozent. Der aktuelle Dämpfer ist spürbar, ändert aber nichts an der grundsätzlichen Realität: Die FPÖ bleibt mit Abstand die stärkste Kraft im Land.

SPÖ knackt wieder die 20-Prozent-Marke

Die Verschiebung kommt der Regierung zugute. Die ÖVP hält stabil bei 21 Prozent, die SPÖ von Andreas Babler springt erstmals seit Mitte 2025 wieder an die 20-Prozent-Grenze. Die NEOS verharren bei 7 Prozent. Damit liegen zwar alle drei Koalitionsparteien unter ihren Ergebnissen bei der Nationalratswahl 2024 — zusammen kämen sie laut oe24 aber auf 93 bis 95 Mandate und damit auf eine parlamentarische Mehrheit. Erstmals seit der Kanzlerrede im Jänner würde die Ampel damit wieder ohne fremde Hilfe regieren können. Die Grünen kommen auf 10 Prozent.

Kanzlerfrage: Kickl vorne, aber auch er verliert

Auch in der Kanzlerfrage verliert Kickl zwei Punkte, führt aber mit 32 Prozent weiterhin klar. ÖVP-Chef Christian Stocker kommt auf 13 Prozent, SPÖ-Chef Babler auf 8 Prozent — damit überholt er sogar Grünen-Chefin Leonore Gewessler, was oe24 zufolge allerdings kein besonderer Trost ist.

Sparpaket noch nicht eingepreist

Ein wichtiger Vorbehalt: Die Umfrage wurde zwischen dem 20. und 28. April erhoben — das neueste Sparpaket der Regierung war zu diesem Zeitpunkt noch nicht beschlossen. Wie oe24 festhält, ist kaum anzunehmen, dass die Zustimmungswerte angesichts der Belastungen, die die Ampel vor allem Pensionisten auferlegt hat, dauerhaft steigen werden. Das Mai-Lüfterl für die Regierung könnte also kurzlebig sein.

Credits: APA

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