Neuer Umgang mit Problem-Schülern: Eltern drohen saftige Strafen!

Neuer Umgang mit Problem-Schülern: Eltern drohen saftige Strafen!

Die österreichische Regierung hat genug von Problem-Schülern, die den Unterricht stören oder gar eine Gefahr für sich selbst oder andere darstellen. Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) präsentierte am Mittwoch vor dem Ministerrat ein Maßnahmenpaket, das für Aufsehen sorgt. Eltern, die nicht kooperieren, sollen künftig mit Verwaltungsstrafen von bis zu 1.000 Euro rechnen.

Pädagogische Begleitung statt Einkaufszentrum

In den letzten Jahren hat sich die Zahl der Suspendierungen an Österreichs Schulen verdreifacht. Laut Wiederkehr verbringen viele der betroffenen Schüler ihre Zeit während der Suspendierung in Einkaufszentren oder Parks – ein Zustand, der sich nun ändern soll. Ab dem Schuljahr 2026/27 wird eine verpflichtende „Suspendierungsbegleitung“ eingeführt. Diese umfasst mindestens acht Stunden pädagogische und sozialpädagogische Betreuung durch Schulpsychologen und andere Fachkräfte.

„Unser Ziel ist die Rehabilitierung und Resozialisierung der Kinder und Jugendlichen“, betonte Wiederkehr. Eltern, die sich weigern, an dieser Maßnahme mitzuwirken, müssen mit Strafen zwischen 150 und 1.000 Euro rechnen.

Perspektivengespräch als Pflicht vor Schulabbruch

Doch das ist nicht alles: Ab dem kommenden Schuljahr wird ein weiteres Instrument eingeführt, um die Sicherheit und den Lernerfolg an Schulen zu fördern. Schüler ab der neunten Schulstufe müssen vor einem Schulabbruch ein verpflichtendes „Perspektivengespräch“ mit einer Lehrkraft führen. Minderjährige Schüler dürfen diesen Schritt nur im Beisein ihrer Erziehungsberechtigten gehen. Auch hier drohen Strafen, falls Eltern die Teilnahme verweigern.

Kritik und Lob für die Maßnahmen

Die neuen Regelungen stoßen auf gemischte Reaktionen. Während Befürworter die Maßnahmen als dringend notwendig erachten, um die Disziplin an Schulen zu stärken, sehen Kritiker die Gefahr einer Überregulierung. Besonders die hohen Strafen für Eltern sorgen für Diskussionen.

Wie oe24 weiter berichtet, sieht Wiederkehr in den Maßnahmen einen wichtigen Schritt, um die Bildungschancen aller Schüler zu verbessern und die Schulen zu einem sicheren Ort zu machen.

Credits: APA

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