Neue Runde in Islamabad: Trump schickt Delegation – und droht mit totaler Zerstörung

Neue Runde in Islamabad: Trump schickt Delegation – und droht mit totaler Zerstörung

Die Waffenruhe läuft am Mittwoch aus, die Verhandlungen stecken fest – und trotzdem reist Washington erneut nach Pakistan. Mit klarer Botschaft.

Trump kündigt zweite Verhandlungsrunde an

Wie oe24.at berichtet, hat US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social angekündigt, dass eine amerikanische Delegation am Montagabend in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad eintreffen werde. Trumps Sondergesandter für den Nahen Osten, Steve Witkoff, ist laut CBS News bereits unterwegs, auch Jared Kushner soll an den Gesprächen teilnehmen. Ob Vizepräsident JD Vance, der die erste Runde vor einer Woche geleitet hatte, erneut dabei sein wird, ließ Trump offen.

Ob auch eine iranische Delegation anreist, war zunächst noch nicht bestätigt. Pakistans Hauptstadt bereitet sich jedoch bereits vor: Wie CBS News berichtet, wurde die Sicherheitspräsenz in Islamabad sichtbar erhöht, Straßensperren wurden errichtet und Medienvertreter können sich für die Berichterstattung registrieren.

Schüsse auf Tanker als Waffenruhebruch

Den Anlass für Trumps erneuten Vorstoß lieferte ein Vorfall vom Samstag in der Straße von Hormuz. Wie der Tagesspiegel unter Berufung auf die britische Handelsschifffahrtsbehörde UKMTO berichtet, näherten sich zwei Schnellboote der iranischen Revolutionsgarden einem Tanker und feuerten Schüsse ab. Besatzungsmitglieder wurden nicht verletzt, Sachschäden entstanden nicht. Trump bezeichnete den Vorfall laut oe24.at als klaren Bruch der seit 8. April geltenden Waffenruhe und berief laut CBS News eigens eine Sitzung im Situation Room des Weißen Hauses ein.

„Jedes Kraftwerk, jede Brücke“

Trumps Botschaft an Teheran ist unmissverständlich: Wie der Tagesspiegel berichtet, schrieb Trump auf Truth Social, die USA hätten dem Iran einen „sehr fairen und vernünftigen Deal“ angeboten. Nehme Teheran diesen nicht an, würden die USA „jedes einzelne Kraftwerk und jede einzelne Brücke im Iran zerstören“. Gegenüber ABC News ergänzte Trump laut CBS News, ein Friedensabkommen werde kommen – „auf die nette Art oder auf die harte Art.“

Waffenruhe läuft Mittwoch aus

Der Druck auf beide Seiten wächst: Wie der Tagesspiegel berichtet, endet die zweiwöchige Waffenruhe planmäßig am kommenden Mittwoch, dem 22. April. Pakistan, das als Vermittler fungiert, arbeitet intensiv daran, vor diesem Datum eine Grundlage für eine dauerhafte Lösung zu schaffen. Ob die zweite Verhandlungsrunde gelingt, was die erste scheiterte – eine Einigung über Irans Atomprogramm, die Öffnung der Straße von Hormuz und Sanktionsfragen –, bleibt offen.

Credits: APA

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