Ein Beben erschüttert die heimische Wirtschaft: Gleich vier Firmen der prominenten Höhrhan-Gruppe haben Insolvenz angemeldet. Ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung wurde am Landesgericht Krems beantragt. Die Schulden belaufen sich auf über 29 Millionen Euro. Für 174 Mitarbeiter und ihre Familien beginnt nun eine Zeit des Bangens und der Ungewissheit.
Schock-Nachricht für Mitarbeiter: Gehälter seit August ausständig
Die Nachricht trifft die Belegschaft mit voller Wucht. Die vier betroffenen Gesellschaften – die Robust Industry GmbH in Krems, die Robust Plastics GmbH und AKG Plastics GmbH in Wien sowie die HT Electronic Systems GmbH in Neudörfl – sind zahlungsunfähig. Besonders dramatisch: Laut Angaben des Alpenländischen Kreditorenverbands (AKV) sind Löhne und Gehälter teilweise seit August nicht mehr ausbezahlt worden. Eine unvorstellbare Belastung für die Mitarbeiter, die nun um ihre Existenz fürchten müssen.
Die betroffenen Unternehmen sind wichtige Zulieferer für die Automobilindustrie. Als Hauptgründe für die finanzielle Schieflage werden massive Umsatzrückgänge aufgrund der schwachen Konjunktur in der KFZ-Branche und explodierende Kosten genannt.
Ein Hoffnungsschimmer am Horizont?
Trotz der Hiobsbotschaft gibt es einen Funken Hoffnung. Geschäftsführer Thomas Höhrhan will den Kampf nicht aufgeben. Alle vier insolventen Gesellschaften streben eine Fortführung und Sanierung an, wie der KSV1870 in einer Aussendung mitteilt. Den rund 400 Gläubigern wird ein Sanierungsplan angeboten, der eine Quote von 30 Prozent, zahlbar innerhalb von zwei Jahren, vorsieht. Das Geld dafür soll primär aus dem laufenden Betrieb der Unternehmen erwirtschaftet werden, so die Information von Creditreform.
Quelle: oe24
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