Neue Chefin für Österreichs Staatsschutz: Sylvia Mayer übernimmt das Ruder

Neue Chefin für Österreichs Staatsschutz: Sylvia Mayer übernimmt das Ruder

An der Spitze des österreichischen Verfassungsschutzes gibt es einen prominenten Wechsel. Sylvia Mayer, die bisherige stellvertretende Direktorin, wird mit 1. Jänner 2026 die Leitung der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) übernehmen. Sie folgt damit auf Omar Haijawi-Pirchner, der sich zum Jahresende aus seiner Funktion zurückzieht. Die Entscheidung fiel nach einem intensiven Bewerbungsverfahren, aus dem Mayer als klare Favoritin hervorging.

Beste Qualifikation für den Top-Job

Wie das Innenministerium am Donnerstag mitteilte, wurde Sylvia Mayer als „einzige Kandidatin oder Kandidat als ‚in höchstem Ausmaß‘ geeignet“ bewertet. Lob für die neue Chefin des Staatsschutzes kam prompt aus der Regierungsspitze. Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) betonte ihre Verdienste: „Sylvia Mayer hat in ihrer bisherigen Tätigkeit im Verfassungsschutz außerordentliche fachliche Kompetenz, aber vor allem auch Führungsverantwortung in schwierigen Situationen unter Beweis gestellt.“ Laut Karner genießt sie sowohl national als auch international höchstes Ansehen. Auch der zuständige Staatssekretär Jörg Leichtfried (SPÖ) und der Generaldirektor für öffentliche Sicherheit, Franz Ruf, zeigten sich von der Personalentscheidung überzeugt.

Eine Karriere im Dienste der Sicherheit

Mayer ist keine Unbekannte im Sicherheitsapparat. Ihre Laufbahn im Bundesministerium für Inneres begann bereits 2006. 2012 wechselte sie zum damaligen Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT). Dort war sie zunächst in der Extremismusbekämpfung tätig und baute später den Bereich zum Schutz kritischer Infrastruktur und Cybersicherheit auf. In den folgenden Jahren leitete sie verschiedene Abteilungen, bevor sie im Oktober 2023 zur stellvertretenden DSN-Direktorin ernannt wurde.

Zukunftspläne für den Verfassungsschutz

Sylvia Mayer selbst zeigte sich dankbar für das Vertrauen: „Ich bin stolz, gemeinsam mit den Mitarbeitern der DSN und der LSE dieses Fundament zu gewährleisten.“ Sie freue sich darauf, den Verfassungsschutz „weiterzuentwickeln“. Unter ihrer Führung soll die Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerdiensten ausgebaut und die strukturelle Weiterentwicklung der Organisation fortgesetzt werden.

Quelle: oe24.at
Credits: APA

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