Was als ambitioniertes Infrastrukturprojekt begann, droht nun zu einem finanziellen Albtraum zu werden. Ursprünglich wurden die Gesamtkosten für den Ausbau der U-Bahn-Linien U2 und U5 auf rund zwei Milliarden Euro geschätzt. Doch laut FPÖ-Landesparteiobmann Dominik Nepp und Stadtwerkesprecher Klemens Resch explodieren die Kosten mittlerweile auf bis zu zehn Milliarden Euro. „Das ist nicht bloß eine Anpassung, sondern ein Ausdruck von Missmanagement“, so Nepp.
Verzögerungen ohne Ende
Die Eröffnung der U5 war ursprünglich für 2023 geplant, doch nun wird frühestens 2026 damit gerechnet. Noch schlimmer sieht es bei der U2 aus: Die Fertigstellung bis Matzleinsdorfer Platz wird frühestens 2030 erwartet, die Station Hernals könnte sogar erst 2035 oder später Realität werden. Resch kritisiert: „Die Wiener wurden jahrelang mit schönen Worten hingehalten.“
Kritik von allen Seiten
Der Stadtrechnungshof und der Bundesrechnungshof haben das Projekt mehrfach scharf kritisiert. Unrealistische Kostenschätzungen, intransparente Vergaben und fehlende Risikoreserven sind nur einige der Vorwürfe. Laut Nepp und Resch ist die Stadtregierung unter Bürgermeister Michael Ludwig für dieses Chaos verantwortlich.
Forderungen der FPÖ
Die FPÖ Wien fordert eine vollständige Offenlegung aller Kosten, einen realistischen Zeitplan und ein Aussetzen neuer Ausschreibungen, bis die Finanzierung gesichert ist. Zudem sollen barrierefreie Stationen und klimatisierte Züge den Alltag der Wiener verbessern.
Credits: APA
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