Am Dienstag und Mittwoch treffen sich die Staats- und Regierungschefs aller 32 NATO-Mitglieder in der türkischen Hauptstadt. Der Gipfel gilt als einer der richtungsweisendsten seit Jahren – weil gleichzeitig so viel auf dem Spiel steht.
Was auf der Agenda steht
Im Zentrum des 36. NATO-Gipfels stehen laut Wikipedia und 20min.ch vier große Themenbereiche: Verteidigungsausgaben und deren Umsetzung, die Stärkung der europäischen Eigenverantwortung, die Unterstützung der Ukraine sowie die instabile Lage in den südlichen Nachbarregionen des Bündnisses – Naher Osten, Nordafrika, Sahelzone. Für die Ukraine sind laut 20min.ch Militärhilfen von mindestens 70 Milliarden Euro pro Jahr über zwei Jahre vorgesehen. NATO-Generalsekretär Mark Rutte zeigte sich vor Beginn des Gipfels laut berlinmorgen.de zuversichtlich: Europa und Kanada hätten ihre Verteidigungsausgaben im vergangenen Jahr um 90 Milliarden Dollar gesteigert.
Trumps Störsignale – und was dahintersteckt
Der US-Präsident kam nicht ohne Vorankündigungen nach Ankara. Laut werra-rundschau.de und Internationaler Politik hatte Trump zuletzt die Verteidigungsausgaben der europäischen Alliierten scharf kritisiert und deren Unterstützung im Iran-Krieg als unzureichend bezeichnet. Das Pentagon kündigte den Abzug von 5.000 Soldaten aus Deutschland an – ein konkreter Schritt, der zeigt, dass Trumps Drohungen nicht nur Rhetorik sind. Die Zeitschrift Internationale Politik beschreibt den Gipfel als „strategisch gelähmt“ – weil Trumps Politik, die Russland bevorzuge und die Ukraine unter Druck setze, im eklatanten Widerspruch zu den Beschlüssen früherer NATO-Gipfel stehe.
Ukraine: Trump trifft Selenskyj
Selenskyj wird am Gipfel teilnehmen. Vor Beginn appellierte er laut werra-rundschau.de eindringlich an die Partner: „Es ist äußerst wichtig, dass die Welt, allen voran Amerika und unsere europäischen Partner, vom NATO-Gipfel starke Entscheidungen zur Unterstützung unserer Luftabwehr und zum Schutz von Zivilisten mitbringen.“ Ein bilaterales Treffen zwischen Trump und Selenskyj ist geplant – das erste persönliche Gespräch der beiden seit Monaten.
Erdogan als Gastgeber – mit eigenem Kalkül
Für den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan ist der Gipfel laut 20min.ch ein Prestigeprojekt. Die Türkei ist nach den USA die zweitgrößte Streitkraft der NATO und nimmt wegen ihrer geopolitischen Lage zwischen Europa, Schwarzem Meer und Nahem Osten eine Schlüsselrolle ein. Bilaterale Gespräche zwischen Erdoğan und Trump sind laut berlinmorgen.de ebenfalls geplant.
Credits: NATO
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