SPÖ-Chef Andreas Babler, der sich auf dem nächsten Parteitag ohne Gegenkandidat zur Wiederwahl stellt, erlebt in der Kanzlerfrage einen herben Rückschlag. Er ist nun nur noch die Nummer vier im Ranking der Parteichefs.
Kickl weiter klar in Führung
Die Lazarsfeld Gesellschaft stellt Woche für Woche die entscheidende Frage: „Wen würden Sie direkt zum Bundeskanzler wählen?“ Die Ergebnisse der aktuellen Erhebung, die oe24.at exklusiv vorliegen, sind für die Sozialdemokraten ein Desaster. FPÖ-Chef Herbert Kickl liegt mit 27 Prozent der Stimmen unangefochten an der Spitze. Zwar muss er im Vergleich zur Vorwoche einen Verlust von drei Prozentpunkten hinnehmen, sein Vorsprung auf die Konkurrenz bleibt jedoch gewaltig.
Weit abgeschlagen folgt der amtierende Bundeskanzler Christian Stocker von der ÖVP. Er kann lediglich 13 Prozent der Befragten von sich überzeugen und stagniert damit auf niedrigem Niveau.
Bablers historischer Absturz
Die eigentliche Sensation der Umfrage ist jedoch der Absturz von Vizekanzler und SPÖ-Vorsitzendem Andreas Babler. Wie oe24 berichtet, würden ihn nur noch magere 8 Prozent der Österreicher direkt ins Kanzleramt wählen. Damit fällt er nicht nur weiter zurück, sondern wird sogar von NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger überholt.
Meinl-Reisinger, deren Partei in der Sonntagsfrage bei nur 7 Prozent liegt, kann sich in der Kanzlerfrage auf starke 10 Prozent verbessern – ein Plus von drei Punkten zur Vorwoche. Hier dürfte der traditionelle Amtsbonus einer Außenministerin voll zum Tragen kommen. Für Andreas Babler bedeutet dieses Ergebnis einen neuen Tiefpunkt und setzt die SPÖ-Führung weiter unter Druck.
Credits: APA
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