In der FPÖ geht die Austrittswelle aus dem St.-Georgs-Orden weiter. Nach dem ehemaligen Parteichef Norbert Hofer hat nun auch die langjährige Politikerin Ursula Stenzel ihre Mitgliedschaft in der umstrittenen Organisation beendet. Der Auslöser für diesen Schritt ist eine scharfe Rede von Karl Habsburg, dem Oberhaupt der Familie Habsburg-Lothringen.
Harte Worte von Habsburg als Auslöser
Der Eklat nahm seinen Anfang bei einer Rede von Karl Habsburg zu seinem 65. Geburtstag. Darin übte er massive Kritik an der neuen EU-Fraktion „Patrioten für Europa“, der auch mehrere FPÖ-Abgeordnete angehören. Wie die „Presse“ berichtet, bezeichnete Habsburg Teile dieser Fraktion als „fünfte Kolonne Moskaus“. Er warf den beteiligten Parteien vor, „teils brutale Nationalisten“ zu sein, die in irgendeiner Form mit dem russischen Präsidenten Putin verbunden seien. Dies sei „doppelter Hochverrat: am eigenen Land und an Europa“.
FPÖ-Politiker ziehen Konsequenzen
Diese deutlichen Worte führten zu einer prompten Reaktion innerhalb der FPÖ. Zuerst erklärte Norbert Hofer, der ebenfalls Mitglied des vom Haus Habsburg geführten Ordens war, seinen sofortigen Austritt. Kurz darauf folgte Ursula Stenzel diesem Beispiel und gab ihren Rückzug bekannt, wie unter anderem oe24.at meldete.
Laut einer Mitteilung des FPÖ-Parlamentsklubs gegenüber der APA sind mittlerweile auch weitere prominente FPÖ-Politiker wie Dominik Nepp, Maximilian Krauss, Harald Stefan und Markus Tschank keine Mitglieder des Ordens mehr. Teils seien diese Austritte bereits vor Jahren erfolgt. Die jüngsten Ereignisse zeigen jedoch eine klare Distanzierung von Teilen der FPÖ zu dem Orden und seinem prominentesten Vertreter, Karl Habsburg.
Quellen: oe24.at, diepresse.com, APA
Credits: APA
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