Nach den Schüssen: Trump nutzt Angriff politisch – und bekommt weltweite Solidarität

Nach den Schüssen: Trump nutzt Angriff politisch – und bekommt weltweite Solidarität

Der Schusswaffenangriff beim White House Correspondents‘ Dinner ist vereitelt worden. Doch Trump lässt den Vorfall nicht auf sich beruhen: Er sieht sich in seiner Politik bestätigt – und bekommt dabei unerwartete Unterstützung aus aller Welt.

Trump: „Der Typ ist krank“ – und das war kein Zufall

Noch in der Nacht nach dem Vorfall meldete sich Trump bei Fox News zu Wort. Wie ZDF heute berichtete, bezeichnete der Präsident den Verdächtigen Cole Tomas Allen als „sehr gestörten Menschen“ und erklärte, der Mann habe ein anti-christliches Manifest verfasst. „Der Typ ist krank. Wenn man sein Manifest liest, merkt man, dass er Christen hasst.“ Sogar Verwandte des Mannes hätten die Polizei eingeschaltet.

Den Vorfall an sich nahm Trump demonstrativ gelassen. Wie ZDF heute weiter berichtete, erklärte er, er habe die Schüsse zunächst für ein fallendes Tablet gehalten – „ein ziemlich lautes Geräusch, das von ziemlich weit weg kam.“ Er hätte lieber weitergemacht, sei aber von den Behörden zum Verlassen aufgefordert worden. „Wir werden einen neuen Termin finden.“

Ballsaal-Plan: Angriff als Argument

Besonders bemerkenswert ist, wie Trump den Vorfall politisch nutzte. Wie ZDF heute berichtete, sieht er sich durch den Angriff in seinen bisher umstrittenen Plänen für den Bau eines eigenen, deutlich gesicherteren Ballsaals direkt am Weißen Haus bestätigt. Der Vorfall liefert ihm damit ein konkretes Sicherheitsargument für ein Projekt, das bislang vor allem Kritik erntet.

Mehrere Gäste und Medienvertreter hatten nach dem Vorfall kritisiert, dass die Sicherheitsvorkehrungen im Washington Hilton unzureichend gewesen seien. Wie ZDF heute unter Berufung auf Berichte vor Ort schilderte, sei es möglich gewesen, ohne Metalldetektoren in Teile des Hotels zu gelangen – und sogar auf den roten Teppich, wo sich Regierungsmitglieder befanden.

Weltweite Verurteilung – von Merz bis Netanjahu

Die internationale Reaktion war einhellig. Wie Euronews berichtete, schrieb EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen: „Gewalt hat keinen Platz in der Politik, niemals.“ Bundeskanzler Friedrich Merz verurteilte den „Anschlagsversuch in Washington“ in ähnlichen Worten. EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas zeigte sich erleichtert, „dass alle Teilnehmer, einschließlich Präsident Trump, in Sicherheit sind.“

Israels Premier Benjamin Netanjahu lobte laut Euronews die US-Sicherheitsdienste für ihr „schnelles und entschlossenes Handeln“ und wünschte dem verletzten Beamten rasche Genesung. Pakistans Premier Shehbaz Sharif – dessen Land derzeit im Iran-Konflikt als Vermittler agiert – zeigte sich „tief erschüttert.“ Auch Mexiko, Ungarn und Indien schlossen sich der Verurteilung an.

Britischer Premier Keir Starmer setzte laut Euronews einen besonderen Akzent: „Jeder Angriff auf demokratische Institutionen oder auf die Pressefreiheit muss aufs Schärfste verurteilt werden.“ Es gilt die Unschuldsvermutung für den Verdächtigen.

Credits: APA

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