Musk gegen Brandstätter auf X

Musk gegen Brandstätter auf X

Ein hitziger Schlagabtausch ist auf der Social-Media-Plattform X zwischen dem österreichischen EU-Abgeordneten Helmut Brandstätter und dem X-Eigentümer Elon Musk entbrannt. Der Streit dreht sich um Vorwürfe der Demokratiemanipulation und eine ziemlich undiplomatische Antwort des Tech-Milliardärs.

„Milliardäre kaufen unsere Demokratie“

Der Konflikt entzündete sich, als Helmut Brandstätter (NEOS), Mitglied des Europäischen Parlaments, mehrere kritische Beiträge über Musks Plattform veröffentlichte. Wie oe24.at berichtet, warf Brandstätter den Algorithmen von X vor, Hass zu fördern und damit demokratische Prozesse zu gefährden. Er schrieb, Europa müsse sich davor schützen, „dass Milliardäre unsere Demokratie kaufen“. Der Politiker forderte Musk direkt auf, europäische Gesetze zu respektieren, und betonte, dass Europäer ihre eigenen Rechte hätten.

Musks rätselhafter Gegenangriff

Anstatt auf die inhaltliche Kritik einzugehen, feuerte Elon Musk mit einer provokanten und persönlichen Frage zurück. „Entschuldigen Sie, ich habe eine Frage – warum sind EU-Kommissare eigentlich so dämlich?“, antwortete er. Mit diesem Kommentar schien Musk die Rolle Brandstätters als Abgeordneter des Parlaments mit der eines Kommissars zu verwechseln. Seinem Beitrag fügte er ein GIF hinzu, das dieselbe Frage humoristisch wiederholte.

Wachsende Spannungen zwischen EU und Musk

Dieser öffentliche Streit fällt in eine Zeit zunehmender Spannungen zwischen der Europäischen Union und Musks Social-Media-Unternehmen. Die EU verhängte kürzlich eine hohe Geldstrafe von 120 Millionen Euro gegen X. Als Gründe für die Strafe werden mangelnde Transparenz bei der Werbung, eingeschränkter Zugang für die Forschung und ein irreführendes Kontoverifizierungssystem seit den Änderungen am Häkchen-System genannt.

Musk hat diese Kritik stets zurückgewiesen und sie als Angriff auf die Meinungsfreiheit dargestellt. Er hat sogar die Abschaffung der EU gefordert. Unterstützung erhält er dabei aus den Vereinigten Staaten, wo US-Vizepräsident JD Vance erklärte, die EU solle die Meinungsfreiheit schützen und US-Unternehmen nicht „wegen Müll“ angreifen. Das digitale Duell zwischen dem österreichischen Politiker und dem Tech-Mogul beleuchtet einen viel größeren Kampf um Regulierung, Einfluss und die Zukunft des öffentlichen Diskurses.

Credits: APA

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