Mord an jungem Ukrainer in Wien: Schon 85 Tage kein Ermittlungsergebnis!

Mord an jungem Ukrainer in Wien: Schon 85 Tage kein Ermittlungsergebnis!

Mitten in der Wiener City, nur 100 Meter vom Stephansdom entfernt, wurde Ende April ein erst 28-jähriger ukrainischer Staatsbürger mit Messerstichen schwer verletzt – dann legte der Täter im Keller ein Feuer, das Opfer erstickte im giftigen Qualm. Nach fast drei Monaten hat die Wiener Kripo den Mörder noch immer nicht ausgeforscht.

Großeinsatz der Feuerwehr in der Spiegelgasse in Wiens City, Touristen mussten am Montag, den 28. April, den zahlreichen Feuerwehrfahrzeugen und Polizeikräften Platz machen, Sperrgitter wurden rund um den Tatort aufgestellt: Im Keller eines Bekleidungs-Shops lag ein Mordopfer, das vermutlich vom Täter gelegte Feuer sollte dabei helfen, Spuren zu vernichten.

Der mit einem Bauchstich verletzte Mann ist aus der Ukraine, Mykhailo dürfte dann an den Rauchgasen erstickt sein. Die Obduktion des Opfers hat dann tatsächlich Rauchgasvergiftung als die Todesursache des Ukrainers ergeben, der in der Nacht auf Dienstag im Zuge eines Brandes im Keller eines Hauses der Erzdiözese in der Wiener Innenstadt entdeckt worden war. 

Niedergestochen, dann an Rauchgasen erstickt

Polizeisprecherin Anna Gutt: „Die Leiche wies eine Verletzung im Bauchbereich auf, die aber nicht todesursächlich war. Ob die Person diese Verletzung bereits vorher hatte oder ihr im Keller zugefügt worden ist, steht noch nicht fest.“

Nun sind bereits 85 Tage vergangen, ohne dass ein Täter ausgeforscht werden konnte. Mykhailo, der in der Ukraine ins Gymnasium gegangen war und 2014 zum Studium nach Wien kam, scheint nie besonders aufgefallen zu sein. Laut Familie dürfte der Mann, der an der Uni Wien Internationale Betriebswirtschaftslehre studiert hatte, sich auf Arbeitssuche befunden haben. Eine Auswertung der vielen Überwachungskameras in direkter Nähe des Tatorts hat offenbar auch noch keine Ergebnisse gebracht.

Das Gebäude an der Spiegelgasse ist im Besitz der Erzdiözese, in dem hauptsächlich Büros der römisch-katholischen Kirche untergebracht sind, der Shop im Erdgeschoß wird von einem ukrainischen Besitzer betrieben.

Credit: APA

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