Mitten in der Teuerung: ORF verpulvert neun Millionen Euro für eigene Werbung

Mitten in der Teuerung: ORF verpulvert neun Millionen Euro für eigene Werbung

Während die Preise steigen und viele Österreicher den Gürtel enger schnallen müssen, sitzt das Geld beim ORF offenbar weiterhin locker. Viele Bürger kämpfen mit den hohen Lebenserhaltungskosten. Der Staatsfunk hingegen investiert eifrig in sein eigenes Image. Das belegt der aktuelle Transparenzbericht für das Jahr 2025 auf eindrückliche Weise.

Neun Millionen für das eigene Image

Aus dem gesetzlich vorgeschriebenen Transparenzbericht geht klar hervor, wie viel Geld der Sender für sich selbst ausgibt. Wie der Politik-Blogger Lucas Ammann berichtet, flossen im Jahr 2025 unglaubliche neun Millionen Euro in die Eigenwerbung des Senders.

Die Zahlen stützen sich auf den Paragrafen 7a Absatz 11 des ORF-Gesetzes. Der Bericht hält wörtlich fest, dass der ORF über alle Bereiche hinweg Werbeentgelte in genau dieser enormen Höhe ausgegeben hat. Für viele Beitragszahler ist das ein Schlag ins Gesicht. Während der Staatshaushalt wackelt und die Wirtschaft leidet, leistet sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk eine millionenschwere PR-Offensive in eigener Sache.

Lukratives Geschäft mit dem Nachwuchs

Ein weiteres Detail aus dem Bericht sorgt für Kopfschütteln. Der ORF-Radiosender FM4 investierte rund 258.000 Euro in einen sogenannten Nachwuchsliteraturpreis. Wie Lucas Ammann aufdeckt, holte sich der Sender dafür die Tageszeitung „Der Standard“ als Partner an Bord.

Der Transparenzbericht listet diese Kooperation völlig offen als „100% Mediengegengeschäft“ auf. Das umfasst Inserate und verschiedene Veröffentlichungen. Kritiker sehen in diesem Vorgehen einen klaren Beweis dafür, wie sorglos die Verantwortlichen auf dem Küniglberg mit dem Geld der Gebührenzahler umgehen. Anstatt zu sparen, fließen Hunderttausende Euro in gegenseitige Medienkooperationen.

Für den normalen Bürger, der brav seine Abgaben zahlt, bleibt ein fader Beigeschmack. Die Millionenbeträge für Eigen-PR zeigen deutlich, dass die Sparvorgaben der Politik offenbar noch nicht in allen Abteilungen des Senders angekommen sind.

Quellen: Exxpress, Transparenzbericht 2025, Lucas Ammann
Credits: APA

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