Großaufgebot am Wiener Hauptbahnhof am Montagabend: Rund 30 Polizisten waren im Einsatz, um ein „fremdenpolizeiliches Planquadrat“ durchzuführen. Mittendrin: Innenminister Gerhard Karner (ÖVP), der sich persönlich ein Bild von der Lage machte. Vor den versammelten Medienvertretern gab er die klare Marschroute vor: Das Ziel sei, die illegale Migration „gegen null“ zu bringen.
Kontrollen als Teil der Strategie
Wie oe24.at berichtet, sind solche Aktionen an sich keine Seltenheit. Laut Polizeivizepräsident Dieter Csefan fanden allein in diesem Jahr bereits rund 400 solcher Planquadrate in Wien statt. Diese sollen nicht nur dem Missbrauch entgegenwirken, sondern auch das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung stärken. Bei der gestrigen Aktion kam es zu drei Anhaltungen aus fremdenpolizeilichen Gründen. Zusätzlich konnten die Beamten einen Einbruch in einen Pkw verhindern.
Warum der Hauptbahnhof?
Der Wiener Hauptbahnhof wurde für diese Aktion nicht zufällig gewählt. Einsatzleiterin Birgit Reich betonte zwar, dass hier keine erhöhte Gefährdung bestehe. Minister Karner ergänzte jedoch, dass Verkehrsknotenpunkte sich für solche Kontrollen besonders anbieten. Hier gebe es viele Reisebewegungen, auch aus Osteuropa, was eine Überprüfung nahelege.
Offensive gegen illegale Migration
Für den Innenminister ist klar: Österreich befindet sich im Kampf gegen illegale Migration auf einem guten Weg. Er verwies dabei nicht nur auf Schwerpunktaktionen wie die am Hauptbahnhof, sondern auch auf die anhaltenden Kontrollen an den Grenzen und im grenznahen Raum. Ein weiterer wichtiger Pfeiler sei die offensive Abschiebepolitik. Laut Karner müssen täglich 35 ausländische Staatsbürger das Land verlassen. Die Aktion am Hauptbahnhof sendet somit ein deutliches Signal: Der Druck auf illegale Migration soll hochgehalten werden.
Credits: APA
Quelle: oe24
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