Mini-Landgrenze mit der EU: Rettet sie Kanada vor Trump?

Mini-Landgrenze mit der EU: Rettet sie Kanada vor Trump?

Die nur 1,2 Meter lange Landgrenze zwischen dem EU-Land Dänemark und Kanada auf der Mini-Insel Hans Island könnte einen diplomatischen Coup ermöglichen: Kanada könnte somit ganz offiziell und mit geltendem recht der EU beitreten – und wäre damit in einem drohenden Handelskrieg gegen die USA wesentlich gestärkt.

Positiver Nebeneffekt: Auch das dänische Grönland wäre vor den recht kühnen Expansionsplänen des neuen US-Präsidenten ziemlich sicher –  so würde ein blitzartiger EU-Beitritt Kanadas klar aufzeigen, dass Brüssel keine Spielchen zulässt, sondern rasch und konsequent handelt.

Hans Island ist eine kleine, unbewohnte Felseninsel in der Nares-Straße, die zwischen Grönland (Dänemark) und Kanada liegt. Sie hat eine Fläche von etwa 1,3 km² und besteht hauptsächlich aus kargem, felsigem Gelände ohne Vegetation oder Süßwasserquellen.

Hans Island war über Jahrzehnte Gegenstand eines humorvollen, aber symbolischen Grenzstreits zwischen Kanada und Dänemark, der als „Whisky-Krieg“ bekannt wurde.

  • 1973: Kanada und Dänemark legten die maritime Grenze zwischen Grönland und Kanada fest, doch Hans Island wurde dabei nicht eindeutig zugeordnet.
  • 1980er – 2000er: Sowohl Kanada als auch Dänemark zeigten regelmäßig Präsenz auf der Insel, indem sie ihre Flaggen hissten und symbolische Gesten austauschten. Dänische Soldaten hinterließen Schnapsflaschen, während kanadische Truppen Whisky zurückließen – daher der Name „Whisky-Krieg“.
  • 2022: Nach fast 50 Jahren einigten sich Kanada und Dänemark darauf, Hans Island in der Mitte zu teilen. Damit wurde erstmals eine Landgrenze zwischen Kanada und Dänemark geschaffen, die jetzt durch die Insel verläuft.
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