Der Eurovision Song Contest 2026 steht vor der Tür — und die FPÖ stellt unbequeme Fragen. Wer zahlt am Ende die Rechnung? Und wie hoch wird sie wirklich?
Wien trägt den ESC zum dritten Mal aus — und zahlt mehr als je zuvor
Vom 11. bis 16. Mai 2026 findet der 70. Eurovision Song Contest in der Wiener Stadthalle statt, nachdem JJ mit „Wasted Love“ den ESC 2025 in Basel für Österreich gewann. Wie Wikipedia und das Wirtschaftsmagazin Börse Express berichten, plant die Stadt Wien für die Austragung mit einem Budget von maximal 22,6 Millionen Euro — das sind 5,6 Millionen Euro mehr als bei der letzten Wiener Austragung 2015. Organisiert wird der Bewerb vom ORF im Auftrag der Europäischen Rundfunkunion (EBU).
FPÖ: Kosten explodieren, Transparenz fehlt
Die FPÖ lässt das nicht unkommentiert. Wie presse-nachrichten.de berichtet, fordert FPÖ-Kultursprecher Wendelin Mölzer in parlamentarischen Anfragen an den SPÖ-Kulturminister und den ÖVP-Innenminister vollständige Aufklärung über die tatsächlichen Gesamtkosten. „Wenn für ein derartiges Mega-Event ein zweistelliger Millionenbetrag im Raum steht, hat die Bevölkerung ein Recht darauf zu erfahren, wie sich diese im Detail zusammensetzen und wer am Ende die Rechnung bezahlt“, so Mölzer. Besonders kritisch sieht er das Fehlen einer verbindlichen Kostenobergrenze und klarer Vereinbarungen zwischen Bund, Stadt Wien und ORF. „Wie will die Bundesregierung verhindern, dass die Kosten am Ende explodieren?“, fragt Mölzer. Auch die Vergabe an externe Dienstleister, Eventagenturen und Beratungsunternehmen müsse transparent gemacht werden.
Wien-FPÖ: „Millionen-Party“ während Gebühren explodieren
Schon als Wien als Austragungsort feststand, war die Wiener FPÖ auf den Barrikaden. Wie heute.at berichtet, bezeichnete Wiener FPÖ-Chef Dominik Nepp die Entscheidung als „Verhöhnung der Wiener“: „Wien kann sich keine Millionen-Party leisten, während die Gebühren explodieren.“ Die Menschen könnten sich ihr Leben in Wien kaum noch leisten, während die Stadtregierung Millionen für ein Spaß-Event ausgebe.
Boykotte und politische Brisanz als Zusatzlast
Erschwerend kommt hinzu: Der ESC 2026 steht laut Börse Express unter einem Rekord-Boykott. Nur 35 Nationen nehmen teil — so wenige wie seit über 20 Jahren nicht. Mehrere Länder, darunter Island, Irland, die Niederlande, Slowenien und Spanien, verweigern die Teilnahme wegen der Mitwirkung Israels. Das politisch aufgeladene Klima belastet das Image des Wettbewerbs und damit auch den wirtschaftlichen Nutzen, den Wien aus der Ausrichtung ziehen will.
Credits: APA
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