Millionen-Schock in der Hofburg: So teuer wird die Rettung der Redoutensäle

Millionen-Schock in der Hofburg: So teuer wird die Rettung der Redoutensäle

Drei Jahre nach dem Auszug der Politiker stehen die prunkvollen Redoutensäle in der Wiener Hofburg noch immer leer und verschlossen. Doch was jetzt ans Licht kommt, macht viele Steuerzahler fassungslos: Die Sanierung wird ein gigantisches Vermögen verschlingen. Von riesigen Löchern in den historischen Wänden bis hin zu einem massiven Modernisierungsstau – das historische Juwel gleicht derzeit eher einer Baustelle als einem glanzvollen Festsaal.

Drei Meter große Löcher in den Wänden

Wer denkt, dass in einem historischen Palast besonders behutsam mit der Bausubstanz umgegangen wird, erlebt hier eine böse Überraschung. Wie der Kurier berichtet, hat die Nutzung der Säle als Übergangsquartier für das Parlament in den Jahren zwischen 2017 und 2023 massive Schäden hinterlassen. Besonders brisant ist ein Detail: In den altehrwürdigen Wänden klaffen Löcher mit einem Durchmesser von unfassbaren drei Metern. Diese massiven Zerstörungen sollen entstanden sein, um die Empore für den Nationalrat sicher zu befestigen.

Sanierungskosten sprengen jeden Rahmen

Dieses Chaos zu beseitigen, wird richtig teuer. Wie oe24.at berichtet, belaufen sich die Schätzungen für die Generalsanierung auf gewaltige 40 bis 60 Millionen Euro. Zwar wiegen die Schäden der parlamentarischen Nutzung schwer, doch die Burghauptmannschaft Österreich rückt das Bild etwas gerade. Die Behörde stellt klar, dass eine tiefgreifende Renovierung nach dem jahrzehntelangen, intensiven Veranstaltungsbetrieb ohnehin längst überfällig war. Die letzte große Sanierung fand immerhin schon nach dem verheerenden Brand im Jahr 1992 statt.

Ein modernes Update für das historische Gebäude

Was passiert nun mit all den Millionen? Die Burghauptmannschaft Österreich hat die Pläne für den über 11.000 Quadratmeter großen Trakt bereits skizziert. Das gesamte Areal bekommt ein dringend nötiges Update, um endlich im 21. Jahrhundert anzukommen. Zu den geplanten Maßnahmen zählen die komplette Erneuerung und Modernisierung der Elektro- und Lüftungsanlagen. Auch die Aufzüge, der Brandschutz und die Sicherheitstechnik werden auf den absolut neuesten Stand gebracht. Zudem wird massiv in die Barrierefreiheit investiert, damit künftig wirklich alle Gäste die Räumlichkeiten problemlos erleben können.

Wann genau die großen Bälle und Kongresse wieder zurückkehren, steht allerdings noch in den Sternen. Derzeit läuft die Bestandsaufnahme. Erst wenn das Budget offiziell genehmigt ist, können die Bauarbeiten starten. Bis dahin müssen sich Veranstalter und Gäste weiterhin in Geduld üben.

Quelle: oe24.at, Kurier, Burghauptmannschaft Österreich
Credits: APA

Teilen:
0 0 Abgegebene Stimmen
Artikel Bewertung
Abonnieren
Benachrichtigung von
guest
0 Kommentare
Älteste
Neuestes Meistgewählt
0
Ich würde mich über Ihre Meinung freuen, bitte kommentieren Sie.x