Millionen-Grab Bundesheer: Das unglaubliche Fiasko um unsere Black-Hawk-Helikopter

Millionen-Grab Bundesheer: Das unglaubliche Fiasko um unsere Black-Hawk-Helikopter

Neun Jahre. So lange wartet unser Bundesheer nun schon auf das Update der Black-Hawk-Helikopter. Was als schnelles Modernisierungsprojekt startete, hat sich zu einem absoluten Desaster entwickelt. Die Kosten schießen durch die Decke, die Lieferung verzögert sich immer weiter – und als ob das nicht genug wäre, fehlen auch noch die Piloten für die neuen Maschinen.

Anfängerfehler bei der Vergabe

Wie oe24 berichtet, sollte die bestehende Flotte der neun Helikopter eigentlich längst auf dem neuesten Stand sein. Doch das erste Verfahren aus dem Jahr 2016 musste komplett abgebrochen werden. Der Grund? Grobe und vor allem vermeidbare Verfahrensfehler, wie der Rechnungshof berichtet. Wie der Kurier ergänzt, wurden den Bewerbern trotz strenger Geheimhaltung die Namen und die Anzahl der Mitbewerber verraten.

Diese Fehler führten zu massiven Verzögerungen und Einsprüchen. Die Rechnung dafür zahlen wir alle: Die Kosten für die Modernisierung und den Kauf von drei zusätzlichen, gebrauchten Black Hawks stiegen um 17 Prozent. Statt der vereinbarten Preise fließen nun satte 125,85 Millionen Euro aus der Staatskasse, was einem Anstieg von fast 20 Millionen Euro entspricht.

Teure Hubschrauber ohne Piloten

Doch selbst wenn die drei neuen Transporthubschrauber endlich im August 2026 bei uns landen, gibt es ein massives Problem: Es ist niemand da, der sie fliegen kann. Wie die Salzburger Nachrichten berichten, leidet das Bundesheer unter einem akuten Personalmangel. Schon für die bestehenden Black Hawks fehlten Ende 2024 zwei Piloten. Für die drei neuen Helikopter sind sogar alle sechs Stellen völlig unbesetzt. Was bringt uns also ein sündhaft teures Fluggerät, wenn es nur am Boden steht?

Explodierende Baukosten am Fliegerhorst

Das finanzielle Fiasko endet aber nicht bei den Helikoptern. Weil die Flotte wächst, musste auch der Fliegerhorst in Langenlebarn umgebaut werden. Der Rechnungshof deckte auf, dass die Kosten für diese Baumaßnahmen völlig außer Kontrolle gerieten. Ursprünglich waren 9,7 Millionen Euro veranschlagt. Am Ende kostete der Ausbau unglaubliche 37,16 Millionen Euro – ein absurder Anstieg von 283 Prozent! Mangelhafte Planung und fehlende Raumkonzepte ließen die Preise hier regelrecht explodieren.

Wir können nur hoffen, dass das Verteidigungsministerium aus diesem Millionen-Loch lernt, bevor die nächsten teuren Anschaffungen auf dem Plan stehen.

Quellen: oe24, Rechnungshof Österreich, Kurier, Salzburger Nachrichten
Credits: APA

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