Messerterror in Villach: Syrischer Migrant doch kein Einzeltäter?

Messerterror in Villach: Syrischer Migrant doch kein Einzeltäter?

Auch zum Messermord in Villach müssen die ersten Aussagen der Exekutive und der Politik vermutlich korrigiert werden: Der syrische Migrant Ahmad G. (23) könnte durch ein islamistisches Netzwerk in Deutschland radikalisiert und zum Terroranschlag angestachelt worden sein – die deutschen Ermittler befragen dazu aktuell Zeugen.

Der Terroranschlag in Villach am 15. Februar erschütterte ganz Österreich: Ahmad G. (23), ein Zuwanderer aus Syrien, stach plötzlich im Stadtzentrum auf Passanten ein und verletzte dabei einen 14-jährigen Schüler tödlich. Nur wenige Stunden später hieß es, der kurz nach dem Attentat verhaftete Syrer sei ein Einzeltäter gewesen – was doch etwas überraschte, denn der Messermörder zeigte bei seiner Verhaftung eindeutig eine Geste der Islamisten.

Nun, 125 Tage nach dem Messermord, wird bekannt, dass deutsche Ermittler sehr wohl Verbindungen zwischen Ahmad G. und einer radikalen Islamistenszene im Web entdeckten und nun diese untersuchen. Die Kronen Zeitung schreibt aktuell dazu: „Es gibt nun doch weitere Spuren, die ins Ausland führen und von denen noch unklar ist, inwieweit es Mitwisser oder gar Unterstützer für das furchtbare Verbrechen gegeben haben könnte.“

Vor einer Anklage will die Staatsanwaltschaft Klagenfurt jetzt noch abwarten, was bei den Ermittlungen in Deutschland festgestellt wird: Die jetzt von den Kriminalisten befragten Personen werden als Zeugen und nicht als Tatverdächtige geführt.

Bisher steht jedenfalls fest, dass Ahmad G. binnen weniger Wochen nur über TikTok-Videos zu einem fanatischen IS-Eiferer geworden sein soll. Kurz vor dem Anschlag hisste er in seinem Zimmer in einer WG in Villach die IS-Flagge und leistete auf einem Video einen Treueschwur.

Irritierende Aussagen auch kurz nach dem Schulmassaker in Graz

Der Fall des 23-jährigen Messermörders in Villach erinnert auch etwas an das aktuelle Schulmassaker in Graz: Auch in Graz lieferte die Exekutive schnelle, aber falsche Aussagen – etwa zum Motiv. Und es wurde sogar verbreitet, dass der Grazer Serienmörder Artur A. (21) „keine Social-Media-Accounts“ gehabt hätte. Recherchen von report24.news und Web-Experten zeigten aber schon wenig später, dass der Täter mit 28 Fake-Accounts auf Social-Media-Plattformen aktiv war und sich auch mit Mitspielern bei Horror-PC-Games stundenlang unterhalten hat.

Credit: Screenshot X

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