Zum ukrainischen Nationalfeiertag warnt die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte vor dramatischen Folgen eines russischen Sieges. IGFM-Sprecher Valerio Krüger malt ein düsteres Bild: Das ukrainische Volk könnte völlig verschwinden.
Ein Volk in Gefahr
Ausgerechnet zum Nationalfeiertag der Ukraine am Sonntag schlägt die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) Alarm. Die Warnung ist dramatisch: Sollte Russland den Krieg gewinnen, droht der völlige Verlust der ukrainischen Identität.
„In der Ukraine begeht Russland schwerste Verbrechen an Millionen Menschen“, wie Valerio Krüger, Sprecher der IGFM, gegenüber der deutschen Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) erklärte. Seine Aussagen zeichnen ein erschütterndes Bild der Situation in den besetzten Gebieten.
Babys als Druckmittel
Besonders perfide sind die Methoden in den Entbindungsstationen der besetzten Gebiete. Wie Krüger berichtet, werden Müttern mit der Wegnahme ihrer Neugeborenen gedroht, sollten die Eltern keine russische Staatsbürgerschaft besitzen. Ein System des Terrors, das bereits bei den Jüngsten ansetzt.
Diese Praktiken sind Teil einer systematischen Kampagne zur Auslöschung der ukrainischen Identität. Seit Anfang 2025 werden laut Krüger alle Menschen ohne russischen Pass zu Ausländern erklärt und können ausgewiesen werden.
Indoktrination in Schulen
Bereits in den Klassenzimmern beginnt die Gehirnwäsche. Ukrainische Kinder müssen im Rahmen der Schulaktivität „Briefe an Soldaten“ russischen Armeeangehörigen für deren Dienst und vermeintliches Heldentum danken, wie die IGFM dokumentiert.
In den Schulbüchern wird die Existenz der Ukraine komplett verleugnet. Stattdessen wird der Propaganda-Slogan „Ihr seid die zukünftigen Verteidiger unseres Vaterlands, Russlands!“ verwendet. Eine systematische Umerziehung, die an die dunkelsten Kapitel der Geschichte erinnert.
Leben ohne Rechte
Wer keinen russischen Pass besitzt, wird zum Menschen zweiter Klasse degradiert. Ukrainer in den besetzten Gebieten müssen sich einer sogenannten „Filtration“ unterziehen – ohne diese ist kein russischer Pass zu erhalten.
Die Konsequenzen sind drastisch: Als Ausländer können Ukrainer kein russisches Bankkonto führen und haben keinen Zugang zur Gesundheitsversorgung. Ein System der totalen Ausgrenzung, das zum Verschwinden der ukrainischen Identität führen soll.
Forderungen an Europa
Krüger warnt eindringlich vor einer möglichen Ausweitung des Krieges auf EU-Territorium. „Nur ein entschiedenes und starkes Europa kann dies verhindern“, betonte er gegenüber der KNA.
Die IGFM fordert den sofortigen Abzug aller russischen Truppen vom ukrainischen Territorium und die Freilassung aller verschleppten Ukrainer. Zudem müsse das Rote Kreuz Zugang zu allen russischen Haftorten erhalten.
Milliarden für den Wiederaufbau
Eine zentrale Forderung betrifft die rund 200 Milliarden Euro aus russischen Quellen, die im Rahmen von Sanktionen eingefroren wurden. Diese müssten komplett für den ukrainischen Wiederaufbau und die Rehabilitation von Opfern verwendet werden, so Krüger.
Die Warnung der IGFM zum ukrainischen Nationalfeiertag macht deutlich: Es geht nicht nur um territoriale Integrität, sondern um das Überleben eines ganzen Volkes und seiner Kultur. Ein Kampf gegen das Vergessen, der weit über die Grenzen der Ukraine hinausreicht.
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