Das aktuelle Polit-Barometer ist für die NEOS-Chefin und Außenministerin kein Vergnügen: Beate Meinl-Reisinger landet auf dem vorletzten Platz – und in der Kanzlerfrage ist sie das Schlusslicht unter den Regierungsparteichefs.
Das Barometer: Alle im Minus, aber manche mehr
Monat für Monat befragt die Lazarsfeld Gesellschaft im Auftrag von oe24 rund 1.000 Österreicher, welche Politiker positiv oder negativ aufgefallen sind. Befragungszeitraum der aktuellen Erhebung: 6. und 7. April 2026. Das Ergebnis ist für die gesamte Regierung ernüchternd – kein einziges Mitglied des Kabinetts Stocker I kommt auf einen positiven Saldo. Doch nicht alle liegen gleich tief im Keller.
Meinl-Reisinger auf dem vorletzten Platz
Besonders hart trifft es die pinke Regierungschefin: Wie oe24 auf Basis der Lazarsfeld-Daten berichtet, kommt Außenministerin Beate Meinl-Reisinger auf einen negativen Saldo von -27 und landet damit auf dem vorletzten Platz im Regierungsranking. Nur SPÖ-Vizekanzler Andreas Babler schneidet noch schlechter ab. Zum Vergleich: SPÖ-Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner führt das Feld mit einem Saldo von -9 an – eine Welt liegt zwischen den beiden Koalitionspartnerinnen.
Was hinter dem schlechten Wert steckt
Meinl-Reisinger ist die Parteichefin jener Partei, die mit rund zehn Prozent die kleinste der drei Ampelpartner stellt – und gleichzeitig das Außenministerium führt. Traditionell genießen Außenminister einen gewissen Amtsbonus durch internationale Sichtbarkeit. Davon ist in den Umfragen derzeit wenig zu spüren. Stattdessen schlägt ihr laut dem Lazarsfeld-Barometer, wie oe24 auswertet, eine vergleichsweise hohe Ablehnung entgegen – mehr als doppelt so viel wie der bestplatzierten Ministerin Holzleitner.
Kanzlerfrage: Meinl-Reisinger bei mageren 6 Prozent
Das Bild wird noch deutlicher, wenn man die Kanzlerfrage hinzuzieht. In der brandaktuellen Lazarsfeld-Erhebung für oe24 vom 6. und 7. April 2026 würden laut oe24-Bericht nur 6 Prozent der Befragten Meinl-Reisinger direkt zur Bundeskanzlerin wählen – damit ist sie das Schlusslicht unter den drei Regierungsparteichefs. Kanzler Christian Stocker (ÖVP) kommt auf 15 Prozent, Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) auf 8 Prozent. An der Spitze thront FPÖ-Chef Herbert Kickl mit 32 Prozent – also mehr als fünfmal so viel wie die NEOS-Chefin.
Kickl besser als alle Regierungsmitglieder
Während Meinl-Reisinger und die gesamte Regierung schwächeln, profitiert die Opposition. Wie die Lazarsfeld-Erhebung für oe24 zeigt, kommt FPÖ-Chef Herbert Kickl im Polit-Barometer auf einen Saldo von -4 – und liegt damit besser als alle Regierungsmitglieder zusammen. Einzig steirischer Landeshauptmann Mario Kunasek sticht österreichweit heraus: Er ist laut oe24 mit einem Saldo von +12 der einzige Politiker mit mehr positiven als negativen Nennungen.
Credits: APA
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