Mailänder Chaos: Gewalt, Tränengas und 60 verletzte Polizisten!

Mailänder Chaos: Gewalt, Tränengas und 60 verletzte Polizisten!

Mailand im Ausnahmezustand! Was als Solidaritätskundgebung für die Menschen im Gazastreifen begann, endete in einem wahren Chaos. Vermummte Demonstranten, fliegende Flaschen und Steine – die Straßen der norditalienischen Metropole verwandelten sich in ein Schlachtfeld. Wie die Polizei berichtet, wurden mindestens 60 Beamte verletzt, 23 davon mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs.

Von Protest zu Randale: Wie alles eskalierte

Die Demonstration, die ursprünglich als friedlicher Streik angekündigt war, zog Tausende Menschen an. Laut Augenzeugenberichten trugen einige Teilnehmer Flaggen der USA und der EU, die mit roter Farbe – als Symbol für Blut – beschmiert waren. Doch die Stimmung kippte schnell. Eine Gruppe junger Männer, schwarz gekleidet und teilweise vermummt, versuchte gewaltsam, in den Hauptbahnhof von Mailand einzudringen. Flaschen und Steine flogen, Scheiben gingen zu Bruch. Die Polizei reagierte mit Schlagstöcken und Tränengas, um die Situation unter Kontrolle zu bringen.

„Es war wie ein Kriegsgebiet“, schildert ein Augenzeuge gegenüber der italienischen Presse. „Die Demonstranten waren außer Kontrolle.“

Meloni schlägt Alarm: „Das hat nichts mit Solidarität zu tun!“

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni fand klare Worte für die Ausschreitungen. Auf der Plattform X (ehemals Twitter) schrieb sie: „Gewalt und Zerstörung, die nichts mit Solidarität zu tun haben und das Leben der Menschen in Gaza nicht im Geringsten verändern werden.“ Sie machte „selbst ernannte Antifa“ und „selbst ernannte Pazifisten“ für die Eskalation verantwortlich.

Auch Mailands Bürgermeister Giuseppe Sala verurteilte die Gewalt scharf. „Das ist nicht die Art von Protest, die wir in unserer Stadt dulden können“, erklärte er.

Ein Land im Ausnahmezustand

Die Krawalle in Mailand waren kein Einzelfall. In ganz Italien fanden propalästinensische Kundgebungen statt, an denen laut dem öffentlich-rechtlichen Sender Rai über 100.000 Menschen teilnahmen. Während die meisten Demonstrationen friedlich verliefen, kam es auch in anderen Städten zu Spannungen. In Rom gingen allein mehr als 50.000 Menschen auf die Straße.

Der Streik, zu dem die Gewerkschaft USB aufgerufen hatte, sorgte zudem für Chaos im öffentlichen Leben. Züge verspäteten sich, Autobahnen wurden blockiert, und in Schulen sowie Universitäten fiel der Unterricht aus.

Politische Spannungen nehmen zu

Die linke Opposition nutzte die Gelegenheit, um Meloni anzugreifen. Sie wirft der Ministerpräsidentin vor, nicht genug für die palästinensische Bevölkerung zu tun und weiterhin Waffen an Israel zu liefern. Meloni hingegen betonte mehrfach, dass sie eine politische Lösung des Konflikts anstrebe, sich jedoch nicht zu einer Anerkennung eines palästinensischen Staates durchringen könne.

Quelle: Welt.de

Credits: APA

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