Während viele Österreicher sparen und mit steigenden Kosten kämpfen, gönnt sich das Wiener Rathaus offenbar ein dickes Stück vom Kuchen. Selbst unbekannte Stadträte kassieren mehr als mancher Bundesminister – und das sorgt für ordentlich Wirbel.
Bürgermeister Ludwig: Spitzenverdiener mit sattem Scheck
Der oberste Wiener Politik-Chef, Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ), steht ganz oben auf der Gehaltsskala. Laut offiziellen Zahlen verdient er derzeit rund 22.657 Euro brutto im Monat und ist damit der bestbezahlte Landeshauptmann Österreichs – und das, obwohl Vizekanzler Andreas Babler nur knapp darunter mit 20.979 Euro liegt. Zum Vergleich: Ein Bundesminister bekommt etwa 19.072 Euro monatlich. Ludwig verdient also locker 2.000 Euro mehr als sein Bundeskollege (exxpress.at).
Stadträte kassieren mehr als Minister – und schätzen sich glücklich
Doch nicht nur der Bürgermeister profitiert: Die amtsführenden Stadträte in Wien reißen mit 20.391 Euro brutto im Monat sogar mehr als Minister ab. Damit verdienen sie mehr als ihre Kollegen in anderen Bundesländern und viele Bundesminister – ein Umstand, der bei einigen Bürgern für Kopfschütteln sorgt (Kurier.at, exxpress.at).
Luxus im Rathaus: Ein No-Name-Stadtrat mit Ministergehalt
Besonders brisant daran: Man muss nicht einmal ein prominentes Gesicht im Wiener Rathaus sein, um so tief in die Tasche greifen zu können. Auch Stadträte ohne große Bekanntheit erhalten diese hohen Summen. Die bürokratische Spitze in Wien scheint also äußerst gut bezahlt zu sein – das gilt schon fast als skurril in Zeiten, in denen viele Menschen mit der Inflation hadern (exxpress.at).
Kritik aus der Bevölkerung und Politik
Die Wogen gehen hoch, nicht zuletzt, weil die großen Gehaltssprünge mit der Tatsache zusammenfallen, dass in vielen Bereichen gespart wird und Beamte erst ab Sommer 2026 Gehaltserhöhungen bekommen sollen. Manche Stimmen fordern eine Deckelung der Spitzengehälter oder zumindest eine Orientierung an den Einkommen des Bundes (Heute.at, Twitter KPOE Wien).
Credits: APA
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